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Theater Hof: Anspruchsvolles Programm wird belohnt | BR24

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Geschäftsführer Florian Lühnsdorff, Intendant Reinhardt Friese und Kulturamtsleiter Peter Nürmberger mit dem Spielplan 2020/2021

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Theater Hof: Anspruchsvolles Programm wird belohnt

Das Hofer Theater erhält zukünftig mit 5,2 Millionen Euro jährlich einen höheren Zuschuss vom Staat als bisher. Gelobt wird das abwechslungsreiche Repertoire des Theaters. Das soll sich auch im neuen Spielplan 2020/21 widerspiegeln.

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Die innovative und anspruchsvolle Arbeit des Theaters Hof wird vom Freistaat belohnt: Künftig gibt es von der Staatsregierung jährlich rund 5,2 Millionen Euro – bisher lag der Zuschuss bei 5 Millionen Euro. In dem neuen Förderbescheid, der jetzt im Hofer Rathaus eingetroffen ist, wird ausdrücklich das abwechslungsreiche Repertoire mit zahlreichen Ur-und Erstaufführungen gelobt.

Abwechslungsreicher Spielplan 2020/2021

Das spiegelt sich auch im Spielplan für die kommende Spielzeit 2020/21 wieder, den der Hofer Intendant Reinhardt Friese heute Mittag der Öffentlichkeit vorstellte. Von den 20 bislang bekannten Produktionen erleben fünf ihre Ur- oder ihre deutschsprachige Erstaufführung in Hof. Zum Beispiel das Broadway-Musical "Brigadoon" , ein Ballettabend zur Musik von Charlie Chaplin oder das Musiktheater-Stück "Das kalte Herz", das Martyn Jaques von dem britischen Trio "Tiger Lillies" nach dem Märchen von Wilhelm Hauff extra für das Theater Hof komponiert hat.

Neue Spielzeit unter dem Motto "Tagediebe, Wellenreiter, Abenteurer"

Damit wird am 26. September 2020 die neue Spielzeit eröffnet – sie steht unter dem Motto "Tagediebe, Wellenreiter, Abenteurer" und greift die zahlreichen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen auf, so Intendant Friese im BR-Gespräch. So kann das Publikum zusätzlich zu den Uraufführungen auch Klassiker wie Brechts "Mutter Courage", Shakespeare ("Der Sturm"), Mozart ("Idomeneo"), Strauß ("Die Fledermaus") oder Wolfgang Borcherts ("Draussen vor der Tür") erleben.

Interims-Spielstätte wegen Generalsanierung

Die Spielzeit 2020/2021 wird eine besondere Herausforderung für das Hofer Ensemble: Denn wegen der anstehenden Generalsanierung für insgesamt rund 23 Millionen Euro wird das Haus geschlossen – statt dessen finden die Aufführungen in einer Interims-Spielstätte statt. Sie soll in Leichtbau-Weise direkt an das Theater angeschlossen werden, so dass auch in der Bauphase wie gewohnt der Eingangsbereich mitsamt Kasse, Garderobe, WC und Gastronomie und auch die Werkstätten direkt genutzt werden können.

Kosten in Höhe von 23 Millionen Euro

Morgen startet die Ausschreibung für die Interims-Spielstätte, die dann im Frühjahr 2020 auf einer Grünfläche neben dem Theater aufgebaut werden soll. Die veranschlagten Kosten von 23 Millionen Euro seien knallhart durchkalkuliert, so Intendant Friese – damit werde das Hofer Haus auf den neusten technischen Stand gebracht und liege im unteren Rahmen, wenn man die Sanierungen in Coburg mit etwa 40 - 50 Millionen oder Würzburg 60 - 80 Millionen Euro sehe.