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Thailändische Stinkfrucht löst Großeinsatz in Schweinfurt aus | BR24

© picture-alliance/dpa

Mehrere thailändische Stinkfrüchte in einem Paket haben in Schweinfurt einen Großeinsatz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst.

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    Thailändische Stinkfrucht löst Großeinsatz in Schweinfurt aus

    Ein verdächtiges Paket hat am Samstag einen Großeinsatz in der Schweinfurter Post am Bahnhofsplatz ausgelöst. Es hat so sehr gestunken, dass mehreren Mitarbeitern schlecht wurde. Auslöser war aber kein Gas, sondern eine übel riechende Frucht.

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    Die komplette Post am Schweinfurter Bahnhofsplatz wurde am Samstagmorgen evakuiert. 60 Mitarbeiter mussten das Gebäude verlassen. Einige von ihnen klagten über gesundheitliche Probleme. Vor Ort: Blaulicht, jede Menge Einsatzkräfte in Uniformen und mehr als 20 Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst – und das alles wegen einer Frucht.

    Stinkendes Paket löst Übelkeit bei Post-Mitarbeitern aus

    Die Einsatzkräfte wurden gegen 8.20 Uhr zur Post am Bahnhofsplatz gerufen, weil dort aus einem Paket Gas austreten würde. Nach Angaben der Polizei war schon mehreren Post-Mitarbeitern deswegen übel geworden. Zunächst war nicht klar, ob das Paket gefährlich ist oder nicht. Die Schweinfurter Polizei räumte deshalb vorsichtshalber das gesamte Gebäude.

    Polizei gibt Entwarnung: Stinkfrucht – keine Gefahr

    Dann sicherten die Polizisten das Paket und brachten es ins Freie. Zwischenzeitlich konnten Absender und Empfänger ermittelt werden und es stellte sich heraus, dass in dem Paket vier thailändische Durian-Früchte waren – auch bekannt als Stink- oder Kotzfrucht. Die Früchte riechen nach schimmeligem Käse, verrotteten Zwiebeln, totem Fisch oder Schweißfüßen. In Südostasien sind sie eine Delikatesse. In Hotelzimmern und öffentlichen Verkehrsmitteln ist ihr Verzehr oft verboten.

    Ein 50-jähriger Schweinfurter hatte sich die Früchte von einem Bekannten aus Nürnberg schicken lassen. Nach dem Ende des Einsatzes hat der Schweinfurter sein stinkendes Paket bekommen.

    Großeinsatz am Bahnhofsplatz in Schweinfurt

    Die Polizei Schweinfurt ermittelt nun wegen eines Betriebsunfalls. Sechs Streifenbesatzungen waren vor Ort – außerdem die Schweinfurter Feuerwehr, die Werksfeuerwehr von SKF und die Freiwillige Feuerwehr Geldersheim. Der Rettungsdienst war mit sechs Rettungswägen, fünf Krankenwägen, zwei Notarzt-Fahrzeugen und einer Schnelleinsatzgruppe vor Ort.

    Zwölf Post-Mitarbeiter wurden wegen Übelkeit versorgt, sechs von ihnen kamen in ein Krankenhaus.

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