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Teurer Ärger: Illegale Müllentsorgungen an der B12 im Rottal | BR24

© Staatliches Bauamt Passau/Süß

Illegale Altkleiderentsorgung an der B12 kostet den Steuerzahler unnötig Geld.

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    Teurer Ärger: Illegale Müllentsorgungen an der B12 im Rottal

    Immer wieder kommt es vor, dass Unbekannte ihren Müll einfach aus dem Autofenster werfen oder Altkleider und Abfalltüten einfach am Straßenrand entsorgt werden. Können die Täter nicht ermittelt werden, zahlt der Steuerzahler die Entsorgungskosten.

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    An der Bundesstraße 12 laden immer wieder Unbekannte ihren Müll an Raststätten ab oder werfen Abfall einfach aus dem Autofenster. Besonders betroffen ist die Raststelle Seibersdorf an der B12 im Landkreis Rottal-Inn, darauf weist jetzt das Staatliche Bauamt Passau hin. Zuletzt hatten Unbekannte dort Tüten voller Altkleider einfach am Straßenrand entsorgt. Dadurch entstehen laut Staatlichem Bauamt unnötige Kosten für den Steuerzahler.

    17.000 Tonnen Müll pro Jahr

    Aktuell gibt es nur bundesweite Zahlen: Pro Jahr entstehen für die Beseitigung von knapp 17.000 Tonnen Müll an Bundesstraßen und Autobahnen Kosten in Höhe von rund 18 Millionen Euro. Die Mitarbeiter der Straßenmeistereien müssten den Müll einsammeln und entsorgen, das koste Arbeitszeit und sei eine unangenehme Aufgabe, so Sabine Süß, Pressesprecherin am Staatlichen Bauamt. Sie weist außerdem darauf hin, dass abgelagerter Müll das Grundwasser verschmutzen kann und sich Menschen und Tiere an Glas und Dosen verletzen könnten. Die Filter von Zigarettenkippen bestehen aus dem giftigen Kunststoff Celluloseacetat, der bis zu 15 Jahre braucht, um sich zu zersetzen.

    Die Suche nach den Tätern ist schwierig

    Die Suche nach den Tätern ist oft schwierig. Lässt sich der Müll zurückverfolgen, erfolgt eine Anzeige bei der Polizei und ein Bußgeld gemäß dem "Bußgeldkatalog Umweltschutz". Bei gefährlichem Abfall und Sondermüll wird die illegale Ablagerung strafrechtlich verfolgt: Hier ermittelt dann die Staatsanwaltschaft. Werden die Verursacher des Mülls nicht gefunden, trägt der Steuerzahler die Kosten für die Entsorgung.