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Corona-Tests liegen in einem Federmäppchen

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    Testverweigerer an Schulen sind ab sofort Schulschwänzer

    Schüler in Bayern müssen regelmäßig Corona-Tests machen. Ansonsten dürfen sie die Schule nicht betreten, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind. Eine kleine Minderheit verweigert diese Tests. Das will die Staatsregierung so nicht mehr hinnehmen.

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    Von
    • Eva Eichmann
    • Lisa Weiß

    Seit Beginn des Präsenzunterrichts gilt in Bayern: Nur Getestete, Genesene und Geimpfte dürfen die Schule betreten. Einige Eltern lehnen aber ab, dass ihre Kinder sich testen müssen. Mit der Folge, dass die Kinder nicht am Unterricht teilnehmen dürfen. Das will die Staatsregierung nicht mehr hinnehmen. In der Begründung zur aktuellen Änderung der Corona-Verordnung steht es ganz deutlich: Schülerinnen und Schüler, die sich nicht testen lassen wollen und deshalb nicht am Unterricht teilnehmen dürfen, verletzen jetzt grundsätzlich die Schulpflicht.

    Maßnahmen müssen erst erarbeitet werden

    Was das genau für Schülerinnen und Schüler heißt, die sich nicht testen lassen wollen, ist noch nicht klar. Die entsprechende Verordnung müsse jetzt in Maßnahmen für die Schulen übersetzt werden, sagte ein Ministeriumssprecher dem Bayerischen Rundfunk. Man hoffe, das noch in dieser Woche zu schaffen und die Schulen zu informieren.

    Generell kann sanktioniert werden. Laut bayerischem Erziehungs- und Unterrichtsgesetz drohen Schulschwänzern Bußgelder. Wie hoch die Bußgelder dann wirklich sind, hängt von der jeweiligen Kommune ab. Bisher wurden Testverweigerer von den Schulen wie Langzeit-Erkrankte behandelt. Das heißt, die Kinder haben über die Lehrer Unterrichtsmaterial bekommen, zum Beispiel Arbeitsblätter.

    Testverweigerer offenbar kleine Minderheit

    Der Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands, Martin Löwe sagte, durch die Änderung im Umgang mit Testverweigerern sei Rechtssicherheit für die Schulleitungen gegeben. Auch wenn der Elternverband dazu momentan noch nicht groß Position beziehen wolle, der Präsenzunterricht lasse sich nur mit Hilfe von Tests garantieren.

    Nach Angaben des Kultusministeriums nehmen derzeit rund 0,29 Prozent der Schülerinnen und Schüler wegen Befreiung, Beurlaubung oder eben wegen fehlender Testbereitschaft nicht am Präsenzunterricht teil. Genauere Zahlen gibt es nicht, das Kultusministerium erfasst nur, dass jemand fehlt, nicht warum.

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