Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Teststrecke für autonomes Fahren auf Trasse der Steigerwaldbahn? | BR24

© Norbert Steiche/BR-Mainfranken

Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) schlägt vor, die Trasse der Steigerwaldbahn nach Abbau der Gleise zu asphaltieren und darauf eine Pilotstrecke für autonomes Fahren zu errichten. Auf der Bahnlinie fuhr seit Jahrzehnten kein Zug mehr.

4
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Teststrecke für autonomes Fahren auf Trasse der Steigerwaldbahn?

Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) schlägt vor, die Trasse der Steigerwaldbahn nach Abbau der Gleise zu asphaltieren und darauf eine Pilotstrecke für autonomes Fahren zu errichten.

4
Per Mail sharen
Teilen

Wörtlich sagte Eck gegenüber dem Bayerischen Rundfunk: "Diese Strecke zu teeren, zu asphaltieren und dann darauf eine Pilotstrecke autonomes Fahren zu machen, das ist für mich Zukunft. Da habe ich bislang wenige Einflüsse von außen, die stören können. Da habe ich eine paar Kreuzungspunkte und darauf kann ich ein Projekt einmal aufbauen." Autonom fahrende Fahrzeuge könnten die Strecke verlassen, und könnten dann auch nach Schweinfurt zum Busbahnhof Roßmarkt, nach Gerolzhofen oder Kitzingen weiterfahren, so Eck weiter.

Bahngleise sind noch nicht abgebaut

Die Firma Meißner Gleisrückbau aus Dörzbach in Baden-Württemberg hat im Juli dem BR bestätigt, große Teile der ehemaligen Steigerwaldbahn von der Bahn gekauft zu haben. Der Abschnitt zwischen Kitzingen-Etwashausen und Gochsheim im Landkreis Schweinfurt ist allerdings noch nicht entwidmet, also von Bahnbetriebszwecken freigestellt. Das heißt: Die Firma darf derzeit keine Maßnahmen wie den Gleisrückbau vornehmen. Das teilte die Regierung von Mittelfranken als zuständige Landeseisenbahnbehörde im Juli dem BR mit.

Verfahren zur Entwidmung der Trasse ruht momentan

Der Regierung von Mittelfranken zufolge haben alle Gemeinden entlang der Strecke – bis auf die Stadt Gerolzhofen – Anträge auf Entwidmung gestellt. Diese würden aktuell allerdings ausgesetzt, weil die Landkreise Schweinfurt und Kitzingen als Träger des ÖPNV über eine Reaktivierung der Bahnlinie nachdenken, "sodass die Regierung von Mittelfranken beabsichtigt, mit ihrer Entscheidung zur Entwidmung bis zum Abschluss des Reaktivierungsverfahrens zuzuwarten, sofern dieses kontinuierlich betrieben wird", hieß es in einer E-Mail im Juli an den BR. Und weiter: "Der Ausgang des von den Landkreisen angezeigten Reaktivierungsprozesses ist maßgebliche Beurteilungsgrundlage für die Entscheidung über die Freistellung der Strecke."

Initiativen für und gegen Reaktivierung der Steigerwaldbahn

Seit einiger Zeit bemühen sich unter anderem der Förderverein "Steigerwald-Express" und Bündnis90/Die Grünen, die rund 50 Kilometer lange Strecke zwischen Kitzingen-Etwashausen und Schweinfurt zu reaktivieren. In einigen Orten haben sich Bürgerinitiativen gegen die Reaktivierung gegründet. Wie viele Gemeinden entlang der Strecke im Landkreis Schweinfurt lehnen eine Reaktivierung der Bahnstrecke ab.