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Test-Kits: Nach Österreich geliefert, in Bayern nicht zugelassen | BR24

© picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH

Symbolbild: PCR-Selbsttest

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    Test-Kits: Nach Österreich geliefert, in Bayern nicht zugelassen

    Die Zulassung von Corona-Tests für den Eigengebrauch geht zu langsam voran, kritisieren die Freien Wähler. Gerade mit der Wiederöffnung von Schulen und Kitas werde das regelmäßige Testen immer dringlicher.

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    Von
    • Lorenz Storch
    • BR24 Redaktion

    Die Nachbarländer machen es uns vor, kritisiert der parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler, Fabian Mehring. In Österreich testen sich Schulkinder bereits seit zwei Wochen selbst auf Corona, mit einem Abstrich im Nasenvorhof. Diese Möglichkeit würde er sich auch hierzulande dringend wünschen, vor allem jetzt, wo auch bayerische Grundschüler wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren.

    Die Testkits für Österreich würden zum Teil aus Bayern geliefert, hierzulande aber komme die Zulassung der Selbsttests seit Monaten nicht voran, so Mehring: "Ich habe im Moment das Gefühl, dass die Menschheit zwar auf den Mars fliegt, wir aber hier in Deutschland zeitgleich an der Zulassung von Wattestäbchen scheitern."

    Medizinprodukte-Firma: Bund legt sich bei Zulassungskriterien nicht fest

    Die Medizinprodukte-Firma MSP Bodmann aus Bobingen im Kreis Augsburg etwa bemüht sich nach eigenen Angaben bereits seit Dezember um eine Zulassung ihres Corona-Schnelltests für den Gebrauch durch Endkunden. Er funktioniert ebenfalls per Abstrich im Nasenvorhof, darf bisher aber nur an medizinisches Personal abgegeben werden. Nach wie vor sei von den zuständigen Stellen im Bund nicht einmal genau zu erfahren, welche Unterlagen und Studien für die Zulassung benötigt werden, so Geschäftsführerin Angela Bodmann gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Österreich bestelle bereits solche Tests: bis April 40 Millionen Stück von 60 Lieferanten, unter anderem Bodmann.

    Spahn weckt Erwartungen auf schnelle Corona-Selbsttests

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, dass allen Bürgern ab 1. März kostenlose Schnelltests angeboten werden sollen, die von geschultem Personal abzunehmen sind. Daraus wird, wie am Montag bekannt wurde, aber erst einmal nichts.

    Daneben sollte auch der Weg für Selbsttests für Laien geebnet werden. Anfang März wollen die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin über die Ausweitung von Corona-Schnelltests beraten, es gebe da noch eine Reihe schwieriger Fragen, so der Sprecher der Bundesregierung gestern.

    Auch Bayerns Ministerpräsident Söder hatte am Montag gefordert, das bürokratische Verfahren bei der Zulassung von Corona-Selbsttests zu beschleunigen. "Wir brauchen Millionen von Schnelltests pro Tag", sagte Söder.

    BR24 überträgt nach der Kabinettssitzung die Pressekonferenz mit Staatskanzleichef Herrmann, Wirtschaftsminister Aiwanger und Kultusminister Piazolo live um 13 Uhr.

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