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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Ein Rechtsextremist aus dem Landkreis Cham muss für zwei Jahre ins Gefängnis, weil er im Internet mit Gleichgesinnten über Terrorpläne phantasiert hat.

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Terrorpläne: Oberpfälzer Rechtsextremist muss ins Gefängnis

Ein Rechtsextremist aus dem Landkreis Cham muss für zwei Jahre ins Gefängnis, weil er sich im Internet mit Gleichgesinnten über Terrorpläne ausgetauscht hat. Ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Nürnberg ist jetzt rechtskräftig.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Uli Scherr

Das deutschlandweit erste Urteil gegen ein mutmaßliches Mitglied der international agierenden rechtsextremen Gruppe "Feuerkrieg Division" ist rechtskräftig. Der 23 Jahre alte Angeklagte aus dem Landkreis Cham habe die Revision gegen das im Dezember verhängte Urteil zurückgenommen, teilte das Oberlandesgericht Nürnberg am Montag mit. Damit muss der Mann für zwei Jahre ohne Bewährung in Haft. Außerdem hatte das Gericht eine Führungsaufsicht für den psychisch auffälligen Mann angeordnet.

Dilettantische Anschlagspläne

Der Mann aus dem Landkreis Cham war in rechtsextremen Chatgruppen unterwegs. Die Anklage gegen ihn lautete auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, weil er ab Mai 2019 angefangen hatte, sich zu bewaffnen. Zudem hatte er in der etwa 30- bis 40-köpfigen Chatgruppe einen Austausch über mögliche Anschläge begonnen. Eine konkrete Anschlagsgefahr bestand aber nicht, die konkreten Tatvorbereitungen verliefen dilettantisch.

Angeklagter bestritt Terrorpläne

Der 23-Jährige war vor knapp einem Jahr im Landkreis Cham festgenommen worden, wegen des dringenden Tatverdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Bei einer Hausdurchsuchung waren mehrere Waffen sichergestellt worden.

Der junge Mann soll ein führendes Mitglied der deutschen Zelle der "Feuerkrieg Division" gewesen sein, einer weltweit vernetzten, rechtsextremistischen Gruppe. Die Vereinigung soll zeitweise in rund 15 Ländern aktiv gewesen sein.

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