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Terrorangst im Ostergottesdienst: Täter kommt in Psychiatrie | BR24

© picture alliance/Matthias Balk/dpa

Symbolbild Justizgebäude München I

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    Terrorangst im Ostergottesdienst: Täter kommt in Psychiatrie

    Urteil nach rund neun Monaten: Für den 37-Jährigen, der in einem Ostergottesdienst im vergangenen Jahr in der Münchner Sankt-Pauls-Kirche eine Panik ausgelöst hatte, wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

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    Der 37-jährige Somalier, der im vergangenen Jahr bei einem Ostergottesdienst in der Sankt-Pauls-Kirche Panik ausgelöst hatte, kommt in die Psychiatrie. Das hat das Landgericht München angeordnet, wie ein Sprecher dem BR mitteilte.

    Mehr als dreißig Menschen verletzten sich bei der Flucht

    Der Mann hatte am Ostersamstag 2019 den Gottesdienst in der Münchner Sankt-Pauls-Kirche gestört. Er soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft "Allahu Akbar" gerufen und geäußert haben: "Ich verbrenne euch alle Christen in dieser Kirche." Viele Gottesdienstbesucher hatten darauf einen Terroranschlag befürchtet, mehr als 30 Menschen zogen sich bei der Flucht Verletzungen zu.

    Angeklagter zum Tatzeitpunkt nicht schuldfähig

    Der Sachverhalt habe sich nach Überzeugung des Gerichts überwiegend bestätigt, sagte der Sprecher. Der Beschuldigte sei zum Zeitpunkt der Tat allerdings schuldunfähig gewesen. Im Verfahren wurde ein Sachverständiger hinzugezogen, der ihn psychiatrisch begutachtet hatte. Die Unterbringung des 37-Jährigen in der Psychiatrie stand von Anfang an im Raum: Er soll an paranoider Schizophrenie leiden.