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Terror-Chat: Rechtsextremist aus dem Kreis Cham droht Prozess | BR24

© picture alliance/Daniel Karmann/dpa

Ein mutmaßlicher Rechtsextremist aus dem Kreis Cham muss sich möglicherweise noch in diesem Jahr vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten.

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    Terror-Chat: Rechtsextremist aus dem Kreis Cham droht Prozess

    Ein junger Rechtsextremist aus dem Landkreis Cham soll im Internet mit Gesinnungsgenossen über die Vorbereitung von Terroranschlägen gechattet haben. Jetzt droht ihm der Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth.

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    Ein mutmaßlicher Rechtsextremist aus dem Umfeld der Terrorgruppe "Feuerkrieg Division" muss sich möglicherweise noch in diesem Jahr vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Der 22 Jahre alte Mann aus dem Landkreis Cham soll laut Anklage der Generalstaatsanwaltschaft München im Internet Äußerungen getätigt haben, die auf die Vorbereitung eines Terroraktes hinweisen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wird derzeit von der 1. Strafkammer des Landgerichts geprüft, ob ein Verfahren eröffnet wird.

    Waffen sichergestellt

    Der Mann war Anfang Februar im Landkreis Cham festgenommen worden wegen des dringenden Tatverdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Bei einer Hausdurchsuchung waren auch mehrere Waffen sichergestellt worden.

    Ist der 22-Jährige Kopf einer Terrorzelle?

    Nach früheren Medienberichten war der 22-Jährige der Kopf der deutschen Zelle der "Feuerkrieg Division", einer weltweit vernetzten, rechten Terrorgruppe. Den Ermittlungen zufolge soll er im Internet erklärt haben, er wolle an "Orten der Andacht" einen Terrorakt verüben.

    Interesse für andere Attentäter

    Der Mann hat sich laut Anklage unter anderem Informationen über den Attentäter von Halle sowie über das Christchurch-Attentat in Neuseeland beschafft. Außerdem soll er sich Waffenteile und die Kopie eines Sturmgewehrs beschafft und Anleitungen zum Bau vom Sprengsätzen aus dem Internet heruntergeladen haben.

    Mitglieder der "Feuerkrieg Division" sollen in der Vergangenheit wiederholt zu Anschlägen und zum "Rassenkrieg" aufgerufen haben. Offiziell hat sich die Gruppe wieder aufgelöst, es gibt jedoch Hinweise, dass die Vereinigung weiter aktiv ist. Es soll an die 70 Sympathisanten in 15 Ländern geben. In Deutschland sollen der Terrorgruppe zuletzt sechs Männer angehört haben.

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