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Telefonanruf (Symbolbild)

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    Telefonbetrüger erbeuten 179.000 Euro bei Seniorin

    Im Landkreis Neu-Ulm ist eine 77-Jährige um 179.000 Euro betrogen worden. Die chinesische Frau hatte Anrufe aus China erhalten: Eine angebliche Polizistin erzählte ihr, dass ihr eine Haftstrafe drohe - wenn sie nicht einen hohen Geldbetrag bezahle.

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    Von
    • Veronika Scheidl

    Eine 77-jährige chinesische Staatsangehörige aus dem Raum Neu-Ulm ist um insgesamt 179.000 Euro betrogen worden. Wie die Polizei mitteilt, hatte die Frau bereits seit Anfang März mehrere Anrufe einer angeblichen Polizistin und eines Notars aus China erhalten.

    Angebliche Haftstrafe in China

    Der 77-Jährigen wurde laut Polizei in chinesischer Sprache am Telefon und via Facetime mitgeteilt, dass gegen sie in China ein Strafverfahren wegen Geldwäsche laufe und ihr deswegen eine langjährige Haftstrafe drohe. Mit der Zahlung eines hohen Geldbetrags könne die Strafe noch abgewendet werden.

    Frau überweist Geld nach Hongkong

    Daraufhin überwies die Frau nach Angaben der Polizei mehrere Beträge auf ein Konto nach Hongkong. Der Betrug flog auf, als eine Bankmitarbeiterin bei einer weiteren Überweisung der Frau, deren Sohn informierte. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Polizei auf 179.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

    Polizei warnt vor dubiosen Anrufen

    Immer wieder gelingt es Betrügern, besonders Seniorinnen und Senioren am Telefon mit dubiosen Geschichten zu verunsichern und dazu zu bringen, Geld zu überweisen oder Wertsachen zu übergeben. Deswegen warnt die Polizei eindringlich vor Betrügereien am Telefon. Sie rät dazu, bei dubiosen Anrufen sofort aufzulegen, besonders dann, wenn die Anrufer nach Geld oder Wertsachen fragen.

    Die Polizei erklärt, dass man sich am Telefon nicht drängen und unter Druck setzen lassen dürfe. Und im Zweifel solle man die Polizei kontaktieren oder aber mit Familienangehörigen über die Anrufe sprechen.

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