BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR; Kilian Neuwert
Bildrechte: BR; Kilian Neuwert

Tegelberg

Per Mail sharen

    Tegelbergbahn: Nun ist klar, wohin die alten Gondeln kommen

    Die alten Tegelbergbahn-Gondeln sind wegen der laufenden Modernisierung ausgemustert und versteigert worden. Nun ist klar, wohin: Eine Gondel bleibt in der Region, eine wird an der Donau ihren Platz finden.

    Per Mail sharen
    Von
    • Katharina Reichart

    Die beiden alten Gondeln der Tegelbergbahn werden künftig ganz unterschiedliche Bestimmungen haben: Die eine Gondel hat das Schwangauer Familienunternehmen Helmer ersteigert. Die Gondel soll auf einen fahrbaren Untersatz montiert werden und zum mobilen Ausschank beziehungsweise Verkaufsraum ausgebaut werden. Für die andere Gondel machte das Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg das höchste Angebot. In ein paar Jahren soll die Gondel im Museum in Regensburg zum Ausstellungsraum umfunktioniert werden.

    "Spannend bis zum Schluss"

    Peter Helmer, Chef des Campingplatzes am Bannwaldsee, freut sich, dass er und seine Familie den Zuschlag bekommen haben: „Das war ganz schön spannend am Schluss, ich bin gar nicht mehr nachgekommen, die Gebote abzugeben“, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Mit seiner Familie möchte er in der Gondel künftig Schnaps, Bier, aber auch Wurst, Käse oder Eis aus der Region verkaufen.

    Die Gondel soll dafür zu kleineren und größeren Veranstaltungen, wie unter anderem zur Allgäuer Festwoche transportiert werden. Der Familie war es wichtig, dass zumindest eine der ausgemusterten Gondeln in Schwangau bleibt. Schließlich gebe es viele Verbindungen zur Tegelbergbahn. Familie Helmer selbst gehört zum Beispiel zu den Gesellschaftern der Bergbahn, betreibt den Campingplatz am Bannwaldsee sowie zwei Hotels.

    Außerdem gehören dem erweiterten Familienkreis das Schwangauer Schlossbrauhaus sowie die Brennerei. Brennerei-Chef Michael Schroll lagert Hochprozentiges wie Weinbrand oder Whiskey in einer alten Lifthütte an der Bergstation der Tegelbergbahn.

    Eine Gondel fürs Museum

    Die zweite Gondel kommt ins Museum. In einer Pressemitteilung des Hauses der Bayerischen Geschichte heißt es: "Der Tegelberg und die Gondel stehen einerseits für bayerische Tourismuskulisse. Andererseits aber auch für ein Thema, das unsere Gesellschaft seit vielen Jahren begleitet, den Klimawandel." Dieser verändere die Rahmenbedingungen für den Wintersport in Bayern und damit auch die klassische Ausrichtung als Tourismusland. Dieser Veränderung möchte das Haus der Bayerischen Geschichte in ein paar Jahren im Museum in Regensburg nachspüren. Die Gondel soll dann zum Beispiel als Vorführraum für Filme dienen.

    Die alten Tegelbergbahn-Gondeln sind wegen der aktuell laufenden Modernisierung ausgemustert und versteigert worden. Sie sind über zwei auf vier Meter groß und waren für den Transport von 44 Menschen zugelassen. Der Erlös der beiden Gondeln (über 26.000 Euro) geht an den "Hospizverein Südliches Ostallgäu, Füssen" und den "Unterstützungsfonds Schwangauer Miteinand".

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!

    Von
    • Katharina Reichart
    Schlagwörter