BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/Wolfgang Jandl
Bildrechte: BR Fernsehen

Mitarbeiter der Landesanstalt für Weinbau in Veitshöchheim haben in einem Weinberg verbuddelte Teebeutel ausgegraben. Die sind Teil einer Versuchsreihe, mit der sie erforschen wollen, ob es umweltfreundliche Alternativen zu Glyphosat gibt.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Teebeutel im Weinberg: Versuch der Landesanstalt für Weinbau

Mitarbeiter der Landesanstalt für Weinbau in Veitshöchheim haben in einem Weinberg verbuddelte Teebeutel ausgegraben. Die sind Teil einer Versuchsreihe, mit der sie erforschen wollen, ob es umweltfreundliche Alternativen zu Glyphosat gibt.

Per Mail sharen
Von
  • Wolfram Hanke

Drei Monate lang waren Teebeutel in der Weinlage Ravensburg im unterfränkischen Winzerort Thüngersheim im Boden vergraben. Zwischen den Rebzeilen schlummerten die Teebeutel sieben Zentimeter tief im Boden und werden jetzt wieder ausgebuddelt. Danach werden sie ausgewertet.

Suche nach Alternativen zu Glyphosat

Die Teebeutel sind Teil der großangelegten Versuchsreihe "Alternatives Beikrautmanagement für Wein- und Obstbau", die seit zwei Jahren läuft. Damit wollen die Experten von der Landesanstalt erforschen, ob es umweltfreundliche Alternativen zu umstrittenen Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat gibt. Sie bringen zum Beispiel Essigsäure, Rapsöl oder Pelagonsäure in den Rebzeilen aus oder verwenden unbedenkliche Pflanzenwirkstoffe im Mulchmaterial. Die Teebeutel dienen als Indikator, ob sich diese alternativen Pflanzenschutzmittel negativ auf den Boden auswirken.

Weltweite anerkannte Methode

Teebeutel der Sorten Rooibos und Grüner Tee wurde vor drei Monaten in sieben Zentimeter Tiefe in den Steillagen am Ravensburg vergraben. Jetzt werden sie ausgegraben und gewogen. Am Gewicht können die Mitarbeiter erkennen, wie schnell die Teebeutel sich im Boden zersetzen und daraus schließen, wie gesund die Weinberge sind. Eine besondere Aktivität der Organismen ist entscheidend für das Wachstum und den Stoffwechsel von Pflanzen und Mikroorganismen. Die Teebeutel-Methode wurde vor acht Jahren von Forschern in den Niederlanden entwickelt und ist nach Angaben der Landesanstalt weltweit im Einsatz.

© Wolfram Hanke/BR
Bildrechte: Wolfram Hanke/BR

Projektleiterin Anja Menger von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!