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Technischer Defekt als Ursache für Panne in Geiselwind | BR24

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Im Freizeitland Geiselwind mussten am Dienstag wegen einer Panne 21 Menschen mit Hubschraubern von einer Aussichtsplattform gerettet werden. Nun steht die Ursache fest: Es war ein technischer Defekt.

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Technischer Defekt als Ursache für Panne in Geiselwind

Ein technischer Defekt soll dafür verantwortlich sein, dass der Aussichtsturm im Freizeitland Geiselwind in 60 Metern Höhe stecken geblieben ist. 21 Menschen mussten mit Hubschraubern gerettet werden.

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Nach der Rettungsaktion im unterfränkischen Freizeitpark Geiselwind (Lkr. Kitzingen) ist die Ursache für den Ausfall einer Aussichtsplattform klar: Ein technischer Defekt war nach Polizeiangaben der Grund dafür, dass mehr als 20 Menschen am Dienstag mit Hubschraubern gerettet werden mussten. Die Polizeiinspektion Kitzingen hat ihre Ermittlungen inzwischen abgeschlossen. Es gebe keine Hinweise für menschliches Fehlverhalten, das strafrechtlich relevant sein könnte.

TÜV soll genaue Ursache herausfinden

Der TÜV soll nun den genauen Grund für die Störung ermitteln, so ein Polizeisprecher. Es habe sich aber definitiv um ein technisches Problem gehandelt. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibe die Plattform gesperrt.

Rettung per Hubschrauber

Die Gondel des Fahrgeschäfts mit dem Namen "Top of the World" konnte am Dienstagnachmittag nach der Panne nicht herabgelassen werden. Per Hubschrauber waren die betroffenen Menschen deshalb in dem Freitzeitpark aus rund 60 Metern Höhe gerettet worden. Ein Kind, das sich den Angaben zufolge weigerte, wurde schließlich von einem Höhenretter abgeseilt. "Das Kind wollte nicht, es hatte einfach Höhenangst", sagte der Leiter der Höhenrettungsgruppe, Bernd Erlenbach.

Ähnlicher Fall bei Riesenrad in München

Auch in der bayerischen Landeshauptstadt gab es am gleichen Tag einen Zwischenfall an einem Fahrgeschäft: Nach dem Brand eines Verteilerkastens blieb ein Riesenrad am Ostbahnhof stehen. 14 Fahrgäste mussten von der Feuerwehr aus den Gondeln gerettet werden. Verletzt wurde niemand.

TÜV: "Das sind Einzelfälle"

Zwei Fälle an nur einem Tag. Für den Sprecher des TÜV Süd, Thomas Oberst, sind das trotzdem Einzelfälle. Und die Tatsache, dass niemand zu Schaden kam, sei der Beleg dafür, dass das Sicherheitssystem hierzulande funktioniert. "Wir haben in Deutschland insgesamt ein sehr hohes Sicherheitsniveau bei Fahrgeschäften", sagte er. Das liege an "klaren gesetzlichen Regelungen im Baurecht, die für ein sehr engmaschiges Sicherheitsnetz sorgen".

Fahrgeschäfte werden regelmäßig überprüft

Bevor Fahrgeschäfte überhaupt in Betrieb genommen werden, würden sie eingehend geprüft, betonte Oberst. Und auch danach immer wieder. Sogenannte "fliegende Bauten", die von einem Volksfest zum nächsten ziehen, würden regelmäßig überprüft. Achterbahnen jährlich, langsamere Kinderkarussells alle drei Jahre. Und auch nach jedem Aufbau komme das Bauamt, um zu prüfen, ob alles richtig aufgebaut ist.

Evakuierung wird regelmäßig geprobt

Auch Evakuierungsmaßnahmen wie in Geiselwind und München würden regelmäßig geübt, sagte Oberst. "Für die Betroffenen ist das natürlich sehr aufregend, aber die Retter wissen genau, was sie tun." Soweit er das überblicken könne, sei in beiden Fällen alles planmäßig abgelaufen. "Die Anlagen sind in einer sicheren Position stehen geblieben und die Sicherheitsmechanismen haben so gegriffen, wie das in einem solchen Fall geplant ist."

Höhenretter leisteten auch psychologische Betreuung

In Geiselwind waren zwölf Höhenretter der Berufsfeuerwehr Würzburg und drei Hubschrauber im Einsatz. "Es war wegen des Einbruchs der Dämmerung ein bisschen Eile geboten", sagte Leiter Erlenbach. "Wenn es dunkel wird, ist es ein sehr haariges Verfahren." Bis zum Eintreffen der Hubschrauber hätten die Feuerwehrleute mit den Fahrgästen gesprochen und ihnen Getränke gebracht. "Das ist auch ein bisschen ein psychologischer Job."

© News 5

Stefan und Sabine Weger saßen im Freizeitpark Geiselwind in der fahrenden Aussichtsplattform "Top of the World", als diese steckenblieb. Die beiden mussten in einen Hubschrauber umsteigen, der sie sicher nach unten brachte.