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Großveranstaltung gegen Mitwucher in München

In der Münchner Innenstadt haben am Samstag Tausende Menschen für bezahlbare Mieten demonstriert. Die Polizei München sprach am Abend von 10.000 Demonstranten. Diese prangerten Mietwucher, Luxussanierungen und Wohnungsnot an.

Auf Plakaten waren Aufschriften zu lesen wie etwa "Wohnst Du noch oder suchst Du schon?", "Immobilienhaien die Zähne ziehen – wir bleiben!" und "3.000 Euro Miete, ihr habt doch eine Meise". Die Demonstranten marschierten durch die Innenstadt zum Siegestor. Dort fand die Abschlusskundgebung statt.

Verzweifelte Suche nach bezahlbarem Wohnraum

Rainer Höll demonstrierte mit seinen beiden Söhnen Moritz und Casper. Auch seine Familie treibt das Thema um.

"Also wenn wir jetzt eine andere oder größere Wohnung brauchen, dann wär’s undenkbar. Und unser Freundes- und Bekanntenkreis hat genau das Thema. So viele tun sich schwer, was zu finden. Es ist für normal Berufstätige schon fast undenkbar, was in der Innenstadt zu finden, oder auch schon weiter draußen." Rainer Höll

Gegen Luxussanierungen

Unter dem Motto "#ausspekuliert" hatte ein Bündnis aus mehr als 90 Mietergemeinschaften, Gewerkschaften und Parteien zu dieser Kundgebung aufgerufen. Die Initiatoren sprachen von einer zügellosen Gier der Investoren und von Gesetzen, die Steilvorlagen für Entmietung seien. Sogar der Oberbürgermeister der Stadt, Dieter Reiter (SPD), hatte zur Teilnahme aufgefordert.

Kommenden Freitag findet im Kanzleramt ein Wohngipfel statt: Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen, die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, der Mieterbund, die Gewerkschaften und die Bauwirtschaft wollen über die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen beraten.

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