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Tausende Metaller demonstrieren gegen Stellenabbau in Nürnberg | BR24

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Mehrere tausend Beschäftigte aus der Metall- und Elektroindustrie haben mit einer Menschenkette am Donnerstag (15.10.20) in Nürnberg gegen den geplanten Stellenabbau in ihren Betrieben protestiert.

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Tausende Metaller demonstrieren gegen Stellenabbau in Nürnberg

Weil tausende Beschäftigte aus der Metall- und Elektroindustrie in Nürnberg um ihre Jobs bangen, sind sie auf die Straße gegangen. Sie bildeten eine Menschenkette, um den Arbeitgebern zu signalisieren, dass sie um ihre Arbeitsplätze kämpfen wollen.

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Am Donnerstagvormittag haben mehrere tausend Beschäftigte aus der Metall- und Elektroindustrie in Nürnberg gegen den geplanten Stellenabbau in ihren Betrieben protestiert. Sie bildeten eine mehr als zwei Kilometer lange Menschenkette durch die Südstadt. Lautstarke Unterstützung bekamen sie bei ihrem Protest immer wieder von Autofahrern, die im Vorbeifahren hupten.

Menschenkette: Mehr Teilnehmer als erwartet

Ursprünglich erwartete die IG Metall, die zum Protest aufgerufen hatte, rund 1.000 Teilnehmer. Tatsächlich kamen aber an die 3.000 Angestellten zur der Aktion, sagte Andreas Weidemann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Nürnberg, dem Bayerischen Rundfunk.

4.000 Arbeitsplätze in Nürnberg bedroht

In Nürnberg sind derzeit mehr als 4.000 Arbeitsplätze bedroht. MAN plant beispielsweise etwa ein Drittel seiner 3.800 Stellen am Standort zu streichen.

Markus Wansch, Betriebsratsvorsitzender bei MAN in Nürnberg, war mit der hohen Beteiligung an der Menschenkette sehr zufrieden. Allein von MAN nahmen 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an dem Protest teil: "Ich denke das war ein absolut wichtiges und richtiges Signal an den Vorstand und auch an die Öffentlichkeit." Man stehe vor einem großen Umbruch, den man nur gemeinsam bewältigen könne, so Wansch weiter.

IG Metall sieht Protest als Erfolg

Auch Andreas Weidemann von der IG Metall sah die Protestaktion als Erfolg: "Ich denke, das ist ein eindeutiges Zeichen an die Arbeitgeber, dass wir ihre Pläne nicht unterstützen, sondern ganz im Gegenteil: Wir werden dagegen kämpfen, um jeden einzelnen Arbeitsplatz in der Region."

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