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Tausende demonstrieren gegen Münchner Sicherheitskonferenz | BR24

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Etwa 3.000 Menschen haben in München gegen die Sicherheitskonferenz demonstriert. Die Proteste seien friedlich verlaufen, so die Polizei. Rund 500 Teilnehmer bildeten eine Menschenkette in der Innenstadt rund um den Tagungsort.

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Tausende demonstrieren gegen Münchner Sicherheitskonferenz

Protest gegen die Sicherheitskonferenz in München: An der friedlichen Demonstration in der Innenstadt beteiligten sich laut Polizei 3.500 Menschen. Zu Beginn war es zu einem Zwischenfall gekommen, ein Mann übergoss sich mit Benzin.

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Tausende Menschen haben am Samstagnachmittag friedlich gegen die Münchner Sicherheitskonferenz demonstriert. Laut Polizei nahmen rund 3.500 Menschen an der Protestaktion teil, der Veranstalter sprach von mindestens 5.000.

Der Demonstrationszug durch die Innenstadt endete am Marienplatz, wo auch die Schlusskundgebung stattfand. Die Polizei war mit 500 Beamten im Einsatz, um die Demonstration abzusichern.

Demonstranten wollten Tagungsort "umzingeln"

Die Demonstranten waren vom Stachus über den Odeonsplatz zum Marienplatz gezogen und wollten den Tagungsort, das Hotel Bayerischer Hof, so symbolisch umzingeln. Rund 500 Teilnehmer bildeten eine Menschenkette. Auf Plakaten stand etwa "Abrüsten statt Aufrüsten" oder "Kein Krieg gegen Iran!"

Demonstranten sagten dem Bayerischen Rundfunk, es werde mehr für Manöver und Kriegsvorbereitung getan als für den Frieden. Ein anderer Teilnehmer erklärte, das Verhalten der NATO gegenüber Russland bereite ihm Sorgen.

Zwischenfall: Mann übergoss sich mit Benzin

Zur Auftaktkundgebung am Stachus hatten sich am Mittag mehrere hundert Menschen versammelt. Dabei kam es laut Polizei zu einem Zwischenfall. Ein Mann übergoss sich mit Benzin und begab sich mit einem Feuerzeug in der Hand in die Demo.

Der Mann konnte überwältigt werden. Ersten Ermittlungen zufolge wollte der Iraker auf die politische Situation in seinem Heimatland aufmerksam machen. Nach dem Vorfall sei der 50-Jährige wegen giftiger Dämpfe medizinisch versorgt worden, letztlich aber unverletzt geblieben.

Demonstration verläuft friedlich - Einige Rauchfackeln gezündet

Die Versammlung selbst verlief den Beamten zufolge friedlich. Kurz vor Ende des Demonstrationszuges wurden am Marienplatz Rauchfackeln gezündet. Die Münchner Polizei schritt nicht ein, Festnahmen gab es nicht. Die Versammlung konnte wie geplant mit der Kundgebung auf dem Marienplatz abgeschlossen werden.

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Demonstranten zünden Rauchfackeln

Sicherheitskonferenz als "Treffen von Kriegsstrategen"

Ein Aktionsbündnis hatte zu Protesten gegen die Großveranstaltung aufgerufen, gerechnet wurde mit 4.000 Teilnehmern. Die Gegner der Sicherheitskonferenz betrachten die Tagung als "Treffen von Kriegsstrategen" und als Möglichkeit für Rüstungskonzerne, neue Waffendeals auszuhandeln.

Vier Festnahmen bei Demo am Freitag

Bei einer Demonstration gestern Abend mit rund 800 Teilnehmern gab es vier Festnahmen, in einem Block wurde Pyrotechnik abgebrannt. Dennoch sei auch diese Demonstration weitgehend friedlich gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der Altersdurchschnitt sei auffallend niedrig gewesen - erstmals hat das Klima beim Protest gegen die Münchner Sicherheitskonferenz eine Rolle gespielt.

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