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Tausende ältere Münchner verzichten auf Grundsicherung | BR24

© BR / Julia Müller

Eine Seniorin mit einem Geldbeutel in der Hand.

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Tausende ältere Münchner verzichten auf Grundsicherung

Wer im Alter zu wenig Rente hat, kann zusätzlich Grundsicherung beantragen. Münchens Sozialreferentin Dorothee Schwiy (SPD) hat heute an Betroffene appelliert, davon auch Gebrauch zu machen. Denn viele Berechtigte nehmen ihre Ansprüche nicht wahr.

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In München beziehen 15.000 ältere Menschen Grundsicherung. Die Landeshauptstadt geht davon aus, dass mindestens 10.000 weitere Anspruch darauf hätten, aber trotzdem keinen Antrag stellen – aus unterschiedlichen Gründen: aus Stolz oder weil sie es nicht wissen, aus Sorge, dass ihre Kinder das Geld erstatten müssen oder auch weil sie fürchten, dass die Behörde dann über ihr Leben bestimmen könnte.

In den zwölf Sozialbürgerhäusern der Stadt versuchen die Mitarbeiter, solche Ängste abzubauen und zu erreichen, dass Betroffene ihre Ansprüche wenigstens prüfen lassen.

Sozialreferentin Schiwy: Jeder sollte mindestens auf 450 Euro kommen

Sozialreferentin Schiwy hofft, dass dann letztlich mehr Bedürftige die Rente auch wirklich aufstocken lassen. Damit jeder zum Beispiel auf die knapp 450 Euro im Monat kommt, die einem in München schon allein für den sogenannten Regelbedarf zustehen – also für Lebensmittel, Körperpflege, Strom, Geschirr. Eine erste Beratung ist auch telefonisch möglich.

Vor allem Frauen von Altersarmut betroffen

Frauen sind im Alter oft von Armut bedroht. Zwar hat deutschlandweit die Armutsgefährdung ab 65 Jahren zugenommen, doch Frauen betrifft das besonders.

© Bayerischer Rundfunk

Eine Seniorin auf der Suche nach Pfandflaschen.