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Die Tarifverhandlungen im Braugewerbe sind erneut gescheitert

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    Tarifverhandlungen im Braugewerbe gescheitert

    Auch die dritte Verhandlungsrunde für höhere Löhne für Brauer ist ohne Einigung zu Ende gegangen. Ein Schlichtungsverfahren soll jetzt die Lösung bringen. Gestreikt werde vorerst nicht, doch das könne sich bald ändern.

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    • BR24 Redaktion

    Im Streit um mehr Geld für die Brauer im Freistaat hat es auch in der dritten Verhandlungsrunde keine Einigung gegeben. Nach mehrstündigen Gesprächen in Fürstenfeldbruck zwischen der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) und dem Bayerischen Brauerbund seien die Verhandlungen gescheitert, teilten beide Seiten am Freitagabend mit. Ein Schlichtungsverfahren sei eingeleitet. Demnach gibt es Gewerkschaftsangaben zufolge vorerst keine Warnstreiks.

    3,8 Prozent plus eine Ortszulage für den Raum München

    Der NGG Landesvorsitzende und Verhandlungsführer Mustafa Öz sagte: "Wenn die Schlichtung nicht zu einem Ergebnis führt, wird es in zwei bis drei Wochen definitiv Streiks geben." Die Gewerkschaft hatte unter anderem insgesamt 3,8 Prozent mehr Geld und eine erhöhte Ortszulage für den Raum München gefordert.

    Kaum Spielraum wegen Corona-Pandemie

    Ungeachtet der längst nicht überwundenen Krise hätten die Arbeitgeber ihr Angebot nochmals verbessert, hieß es vom Brauerbund - dabei fehlten pandemiebedingt weiterhin bedeutsame Absatzwege wie etwa Volksfeste. Der Stillstand der Gastronomie habe tiefe Spuren hinterlassen. Darauf habe man Rücksicht genommen, sagte Öz. Auf der anderen Seite liefen die Geschäfte von Brauereien, die ihr Flaschen- oder Dosenbier über den Einzelhandel vertrieben, gut, sagte er.

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