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Tarifverhandlungen: IG Metall informiert bei Audi in Ingolstadt | BR24

© BR/David Donocik

Mitglieder der Gewerkschaft IG Metall informierten am Donnerstagmorgen Audi-Beschäftigte vor den Werkstoren in Ingolstadt.

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Tarifverhandlungen: IG Metall informiert bei Audi in Ingolstadt

Noch herrscht Friedenspflicht zwischen der IG Metall und Audi in Ingolstadt. Mit einer Aktion am Morgen hat die Gewerkschaft am Donnerstag ihre Mitglieder aber schon auf harte Tarifverhandlungen und eventuelle Warnstreiks eingestimmt.

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Von
  • David Donocik
  • Susanne Pfaller

"Zukunft sichern", "Sichere Beschäftigung", "Stabile Einkommen": Mit diesen Botschaften auf Transparenten und Fahnen will die IG Metall die Beschäftigten bei Audi auf harte Verhandlungen in der Tarifrunde einstimmen. Vor den Werkstoren in Ingolstadt sprechen Gewerkschaftsmitglieder derzeit mit Audianern.

Information über Angebot des Arbeitgebers

Bernhard Stiedl von der IG Metall und weitere Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter informieren die Audi-Beschäftigten mit Flugblättern über die genauen Inhalte des Arbeitgeber-Angebots, unter anderem über die geplante Nullrunde beim Gehalt im laufenden Jahr. Außerdem wollen die Unternehmer, die unter der aktuellen Krise leiden, ohne weitere Verhandlungen vom Tarifvertrag abweichen dürfen, zum Beispiel beim Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Geplante Null-Runde für Gewerkschaft nicht akzeptabel

Die Gewerkschaft will weder die automatischen Abweichungen akzeptieren noch das derzeitige Angebot der Arbeitgeber. "Wir wollen teilhaben an den Gewinnen. Warum denn nicht?", sagt Bernhard Stiedl von der IG Metall in Ingolstadt. Die IG Metall fordert trotz der Rezession vier Prozent mehr Lohn. Diese Erhöhung könnte jedoch in strauchelnden Betrieben eingesetzt werden, um kürzere Arbeitszeiten oder Lohnausgleich durchzusetzen. Sollten die Arbeitgeber ihr Angebot nicht verbessern, so Stiedl, drohen ab Anfang März Warnstreiks.

Kurzarbeit, aber keine Sorge um den Arbeitsplatz

Die Rezession trifft viele der 840.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektrobranche in Bayern. Rund 125.000 von ihnen sind aktuell in Kurzarbeit. Auch die Audianer hatten wiederholt Kurzarbeit. Doch eine Sorge haben sie nicht: Ihre Arbeitsplätze sind bis Ende 2029 sicher.

Protestaufruf der IG Metall bei Schaeffler in Eltmann

© BR

Die Verhandlungen zwischen IG-Metall, dem Betriebsrat und der Schaeffler-Führung zur geplanten Schließung des Werkes in Eltmann werden fortgesetzt. Mitarbeiter von Schaeffler in Eltmann wurden zum Protest aufgerufen.

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