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Symbolbild protestierende Ärzte
© picture alliance / Paul Zinken/dpa
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Symbolbild protestierende Ärzte

Der Arbeitgeberverband findet, er habe ein großzügiges Angebot für die rund 55.000 Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Kliniken vorgelegt. Auf insgesamt 5,4 Prozent summiere sich eine mögliche Lohnerhöhung, auch die Arbeitsbedingungen würden verbessert, wenn die Ärztegewerkschaft Marburger Bund zustimmt, heißt es von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände.

Mediziner sollen nun Marburger Bund-Verträge geltend machen dürfen

Außerdem sollen für Mediziner nur Tarifverträge gelten, die der Marburger Bund ausgehandelt hat – und nicht etwa Vereinbarungen mit der Gewerkschaft Verdi, die vor allem Pflegepersonal vertritt. Doch der Marburger Bund liest den Vorschlag der Arbeitgeber völlig anders. Die angebotenen Lohnzuschläge seien bei genauer Betrachtung viel niedriger.

Ärztegewerkschaft vermutet Hintertür der Arbeitgeber

Auch Entlastungen, etwa bei Bereitschaftsdiensten, seien nur Versprechungen. Und vor allem deutet die Ärztegewerkschaft das Angebot der Arbeitgeber so, dass sie sich eine Hintertür offen halten wollen, um am Ende doch Vereinbarungen mit der Gewerkschaft Verdi zu treffen, und nicht mit dem Marburger Bund.

Erst einmal liegen die Verhandlungen nun auf Eis. Wenn die Große Tarifkommission des Marburger Bundes sich für Warnstreiks entscheidet, könnte Bayern besonders betroffen sein. Denn hier ist der Anteil der kommunalen Krankenhäuser besonders hoch.