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Tanzharmonie versetzt Ballbesucher zurück in die 1920er | BR24

© BR/ Birgit Fürst

Die Tanzharmonie - ein Nostalgieorchester aus Schalkham spielt Musik aus den Goldenen Zwanzigern und stütz sich dabei auf Original-Arrangements.

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    Tanzharmonie versetzt Ballbesucher zurück in die 1920er

    Die Tanzharmonie - ein Nostalgieorchester aus Schalkham (Lkr. Landshut) spielt Musik aus den "Goldenen Zwanzigern" und nutzt dafür Original-Arrangements. Manche Ballgäste kommen sogar in Original-Kleidungsstücken aus der Jugendzeit der Großeltern.

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    Die Musik der 1920er-Jahre: Das Jahrzehnt hat im diesjährigen Fasching Hochsaison. Die Tanzharmonie - das Nostalgieorchester aus Schalkham (Landkreis. Landshut) hat sich genau auf diese Musik spezialisiert und spielt nach den Original-Notenarrangements des Großvaters von Kapellmeisters Joseph Obermeier. Beim Nostalgieball begeben sich die Faschingsgäste auf eine Zeitreise - 100 Jahre zurück.

    Kern der Tanzharmonie besteht seit 1988

    Die Tanzharmonie wurde 1988 unter Leitung des Musiklehrers Kurt Wehle gegründet. Er musizierte damals bereits mit fünf Männern, die auch heute noch den Kern des Orchesters bilden: Joseph Obermeier, Gerhard Galler-von Engel, Joachim Siebert, Peter Mühlbauer und Ulrich Schrankl. Das Repertoire war weit gefächert und reichte von Schlagern der 1920er-Jahre bis in die Neuzeit.

    Der Dachboden als erster Proberaum

    1991 formierte sich das Orchester neu und beschloss fortan Schlager aus den 1920er und 30er-Jahren zu spielen. Der Grund: Sie fanden eine Noten-Sammlung mit über 2000 Original-Arrangements von Hans Sedlmeier aus den Jahren 1920 und 1950. Sedlmaier, Großvater der Galler-Brüder, war Musiker im Nachkriegsbayern. Die Tanzharmonie begann auf dem Dachboden der Familie Galler diese Musik einzustudieren. Aktuell besteht die Tanzharmonie aus Klavier, Banjo, Saxophon, Klarinette, Trompete, Posaune, Geige, Klavier, Banjo, Schlagwerk und Kontrabaß.

    1920er: Beim Feiern vergessen die Menschen ihre Probleme

    Die 1920er-Jahren nach dem ersten Weltkrieg waren eine Zeit des Mangels und des Hungers. Eine Zeit, in der die Menschen gerne die Gelegenheit nutzten, bei Feierlichkeiten die Sorgen des Alltags zu vergessen. Es war eine Zeit des Umbruchs: das Ende des Korsetts und der bodenlangen Kleider, der Kampf um Frauenrechte und der Traum von einer besseren Gesellschaft. All das spiegelte sich in der Musik wieder.

    Satin und Spitze gehörten zum Outfit der 1920er-Jahre

    Maria Egenhofer ist eine Besucherin des Nostalgieballs. Mit der Musik der 1920er-Jahren verbindet sie viele Erinnerungen an ihre Großmutter. Sie besitzt einen kleinen Fundus mit echten Satinstoffen, Spitze und Accessoires, der ihrer Oma gehörte. "Ich hab mich für das Türkise mit den Spitzen und dem Satinunterkleid entscheiden, weil es einfach bequemer war, weil ich besser tanzen kann und mich wohler fühle", sagt Maria Egenhofer über ihr Outfit beim Nostalgieball.