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© Screenshot Tanzvideo "One Billion Rising" Nürnberg
Bildrechte: Screenshot Tanzvideo "One Billion Rising" Nürnberg

Zum Aktionstag "One Billion Rising" wird in diesem Jahr coronabedingt online getanzt und auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht.

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    Tanzen gegen die Gewalt an Frauen – Aktionstag online

    Der Aktionstag "One Billion Rising" findet jedes Jahr in ganz Deutschland am 14. Februar statt. Mit öffentlichen Tänzen wird auch in Nürnberg auf Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht. Wegen Corona ist das nicht möglich – getanzt wird trotzdem.

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    Von
    • Annika Svitil

    Nicht draußen, nicht in der Gruppe, aber dennoch öffentlich: Mehr als fünf Minuten lang tanzen zahlreiche Frauen und Mädchen in einem Video und machen damit auf die Gewalt gegenüber ihrem Geschlecht aufmerksam. Hochgeladen wurde das Video anlässlich des weltweiten Aktionstags "One Billion Rising", der seit 2013 in Nürnberg stattfindet.

    Frauenbeauftragte, Jugendamt und DGB Nürnberg rufen zum Mitmachen auf

    Die diesjährige Online-Aktion und das damit verbundene Video wurde von der Frauenbeauftragten und dem Jugendamt der Stadt Nürnberg gemeinsam mit dem DGB Mittelfranken und dem Kreisjugendring Nürnberg-Stadt initiiert. Weitere Unterstützer von "One Billion Rising" in Nürnberg sind die gemeinnützigen Vereine Lilith, der sich für drogenabhängige Frauen und Mädchen einsetzt, und Aura. Dort können Frauen einfache Techniken lernen, um sich vor Gewalt zu schützen. Ein weiterer Kooperationspartner von "One Billion Rising" ist die Frauenberatung Nürnberg.

    Gemeinsame Choreografie

    Obwohl im Video des Aktionstages alle Frauen bei sich zuhause für sich alleine oder mit ihrer Familie tanzen, ist die Choreografie immer gleich. Schon im Vorfeld wurden die Tanzschritte zu dem Lied "Break the Chain" auf YouTube veröffentlicht, sodass jeder üben konnte. Die Videos der Ergebnisse konnten dann eingesendet werden. Das Gesamtwerk ist nun am Aktionstag veröffentlicht worden.

    Tanzworkshops im Vorfeld

    Wer in der Gruppe den Tanz trainieren wollte, hatte Anfang Februar die Chance, Online-Workshops über die Nürnberger Jugendeinrichtung "Quibble" zu besuchen. Diese seien mit jeweils rund 15 Teilnehmerinnen gut besucht gewesen, erzählt Daniela Haberkorn von Quibble.

    Gewalt und Chancengleichheit für Frauen

    Neben den Tänzen sind auch Fotos und andere Beiträge rund um das Thema Gewalt oder Diskriminierung an Frauen und Mädchen Teil des Videos. Dabei sind Statements wie der Wunsch nach einem gewaltfreien Leben für die eigene Tochter, aber auch nach Chancengleichheit und gemeinsamer Lohn für Mann und Frau, nach der Entscheidungsgewalt über den eigenen Körper oder einfach der Spruch "Nein heißt Nein".

    Zeichen auf Social Media setzen

    Wer den Aktionstag unterstützen will, kann ein pinkfarbenes Bild mit den Hashtags "onebillionrising" und "stopptgewaltanfrauen" auf Instagram oder Facebook posten. Die Aktion "One Billion Rising" findet weltweit als Reaktion auf eine UN-Studie statt, die 2012 veröffentlicht wurde. Dieser Studie zufolge müsse eine von drei Frauen weltweit in ihrem Leben Gewalt erleiden. Da dies rund einer Milliarde Frauen entspricht, wurde die Aktion "One Billion Rising" genannt.

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