Die neue Wasserbüffelanlage im Tiergarten Nürnberg
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Seit 2022 neue im Nürnberger Tiergarten: Die Hauswasserbüffel haben in ihrer Anlage ein Wasserbecken zum Abkühlen.

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Takine und Wasserbüffel lockten mehr als 1,1 Millionen Menschen

Der Nürnberger Tiergarten blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben den Zoo 2022 besucht. Wasserbüffel und Pustelschweine kamen neu nach Nürnberg, die Takine bekommen ein neues Gehege.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Noch ist der Stall nicht ganz fertig. Nürnbergs Tiergartenbürgermeister Christian Vogel (SPD) und Tiergarten-Vize Jörg Beckmann inspizieren den Neubau aus rohem Massivholz. In den nächsten Monaten sollen hier die fünf Takine einziehen. Ihr bisheriges Gehege ist zu klein. Die sogenannten Rindergemsen leben eigentlich in den Hochgebirgszonen des Himalaya und sind vom Aussterben bedroht.

Zentralasiatischer Lebensraum nachgebildet

Die neue Anlage ist fast fertig. Sie ist so groß wie ein halber Fußballplatz und soll den Lebensraum der Tiere mit Felsen, Sandflächen und typischen Pflanzen aus Zentralasien nachbilden. Mit der Zucht im Tiergarten soll ein gesunder Bestand von Takinen außerhalb ihres natürlichen Lebensraums gesichert werden, sagt Zoo-Vize Beckmann bei der Jahresbilanz. Kurz nach Ostern soll die Anlage in Betrieb gehen, in der auch Blauschafe leben werden.

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Bald ziehen die Takine um. Die vom Aussterben bedrohte Tierart bekommt ein neues Gehege, das ihrem Lebensraum besser angepasst ist.

Ein Jahr ohne Verluste

Zusammen mit Bürgermeister Vogel kann Beckmann positive Zahlen vorlegen. Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben im Jahr 2022 den Nürnberger Tiergarten besucht. "Dies ist eines der besten Ergebnisse in den vergangenen zehn Jahren", sagt Vogel (SPD). Nach der Pandemie sei der Tiergarten wieder voll durchgestartet. Auch das ist nach seinen Worten positiv: Das Jahr wurde ohne Verluste abgeschlossen. Die Kosten unter anderem für Betrieb, Futter und Material kamen durch den Eintritt wieder rein. Nur für Personal und größere Investitionen gab es Geld aus dem Stadthaushalt. "Wir haben eine Kostendeckungsgrad von 75 Prozent", ist Beckmann stolz.

4.000 Tiere auf 65 Hektar

Ende des Jahres 2022 lebten fast 4.000 Tiere auf dem mehr als 65 Hektar großen Gelände. Im vergangenen Jahr sind 17 neue Tierarten zu den insgesamt 287 Arten dazugekommen, erläutert Jörg Beckmann. Unter anderem leben im Tiergarten erstmals Visayas-Pustelschweine, eine stark bedrohte Tierart aus Südost-Asien. Auch Hauswasserbüffel sind seit 2022 neu im Tiergarten. Für sie wurde eine neue Anlage mit einem großen Wasserbecken gebaut, in dem sie in den heißen Sommermonaten Abkühlung fanden.

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Hoffen auf Zuchterfolge

Der Tiergarten will zudem Asiatische Löwen züchten. Dazu kam ein Löwen-Kater neu nach Nürnberg. Der liegt noch müde im Freigehege am Raubtierhaus. Und auch das Löwen-Weibchen zeigt an diesem Vormittag keine Frühlingsgefühle. Bei anderen bedrohten Tierarten wie beispielsweise den Mendesantilopen, den Mähnenspringern, den Rotkopfschafen und Przewalski-Pferden konnte sich der Tiergarten 2022 über Nachwuchs freuen.

Im vergangenen Jahr war der Tiergarten auch bei der Auswilderung von Zieseln in Tschechien, von Alpensteinböcken in Österreich und von zwei Bartgeier im Nationalpark Berchtesgaden beteiligt, zählt Beckmann zum Abschluss seiner Bilanz auf.

Besucher im Tiergarten Nürnberg
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Besucher im Tiergarten Nürnberg

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