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Bildrechte: BR/Frank Lorbiecki

Ansbach ist wegen seiner vielen touristischen Sehenswürdigkeiten eine Reise wert. Die ist trotz der hohen Sieben-Tage-Inzidenz möglich.

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    Tagesausflüge in Corona-Hotspots in Mittelfranken weiter erlaubt

    In vier Corona-Hotspots in Mittelfranken gilt die 15-Kilometer-Regelung, das heißt: Die Bewohnerinnen und Bewohner dürfen sich nicht weiter als 15 Kilometer von dort fortbewegen. Besucher sind aber weiterhin willkommen.

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    Von
    • Markus Balek
    • Karin Goeckel

    Zwei Landkreise und zwei Städte in Mittelfranken gelten derzeit als Corona-Hotspots. In den Landkreisen Roth und Weißenburg-Gunzenhausen sowie in den Städten Ansbach und Fürth liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner derzeit über 200. Ausflüge in die weitere Umgebung ist für die Bewohnerinnen und Bewohner so lange tabu, bis der Inzidenzwert unter 200 sinkt. Tagesausflüge in die Städte und Landkreise bleiben aber erlaubt. Anders in anderen Landkreisen in Bayern: Dort droht Tagesausflüglern ein hohes Bußgeld.

    Fränkisches Seenland: Besucher weiterhin willkommen

    Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat nichts gegen touristische Tagesausflüge. Die Entscheidung sei gemeinsam mit dem Landkreis Roth getroffen worden, sagte eine Sprecherin des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen dem Bayerischen Rundfunk. Der Touristenandrang sei im Fränkischen Seenland derzeit nicht so stark wie aktuell in den Skigebieten in den Alpen oder im Fichtelgebirge, daher könne die Entwicklung abgewartet werden. Sollte der Andrang wieder zunehmen, müsse man erneut entscheiden.

    Rother Landrat Eckstein hält 15-Kilometer-Regel für "nicht kontrollierbar"

    Eine Abstimmung mit dem Landkreis Roth war deshalb notwendig, weil das Ufer des Brombachsees in beiden Landkreisen liegt. Beide Landkreise haben den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 200 überschritten. Der Rother Landrat Herbert Eckstein (SPD) hatte gestern noch die 15-Kilometer-Regelung kritisiert und als nicht kontrollierbar bezeichnet. Grundsätzlich sei er dafür gewesen, Tagesausflüge in touristische "Hot-Spots" zu begrenzen.

    Auch in Ansbach und Fürth sind Tagesausflügler erlaubt

    Auch Ansbach will Tagesausflüge weiterhin erlauben, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt über dem Wert von 200 liegt. Während in der Vorweihnachtszeit viele Besucherinnen und Besucher kämen, sei das touristische Aufkommen im Januar und Februar üblicherweise überschaubar, sagte eine Stadtsprecherin. Ähnlich sieht es die Stadt Fürth. "Wir sind ja kein touristisches Ziel in dem Sinne", so eine Stadtsprecherin. Highlights wie das Rundfunkmuseum oder das Erlebnisbad Fürther Mare, derentwegen Tagesausflügler in die Stadt kommen könnten, seien sowieso geschlossen. Deshalb sei es nicht notwendig, Touristen einen Besuch in Fürth zu verbieten.

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