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Bildrechte: Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Wie sauber ist das Grundwasser in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land und Altötting? Diese Frage stellt sich nicht nur am "Tag des Wassers". Um das Grundwasser noch besser kontrollieren zu können, wird die Zahl der Messstellen erhöht.

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"Tag des Wassers": Mehr Messstellen auch im Landkreis Traunstein

Wie sauber ist das Grundwasser in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land und Altötting? Diese Frage stellt sich nicht nur am "Tag des Wassers". Um das Grundwasser noch besser kontrollieren zu können, wird die Zahl der Messstellen erhöht.

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Von
  • Christine Haberlander

Der "Tag des Wassers“ am 23. März steht weltweit unter dem Motto "valuing water", frei übersetzt "der Wert des Wassers". Aus diesem Anlass weist das Wasserwirtschaftsamt Traunstein darauf hin, wie wichtig sauberes Grundwasser für die Menschen in der Region ist. Deshalb nimmt das Amt an eigenen Messstellen Proben des Grundwassers. Das Netz dieser Messstellen wird immer enger.

Grundwasser aus 16 Metern Tiefe

Auf einer Wiese bei St. Leonhard am Wonneberg im Landkreis Traunstein befindet sich seit Kurzem eine neue Messstelle. Es ist ein Betonpfeiler mit einem abschließbaren Deckel. Der Pfeiler sieht zwar unspektakulär aus, er ist aber für die Bevölkerung im weiten Umkreis von großer Bedeutung: Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein nimmt über das blaue Kunststoffrohr, das im Pfeiler steckt und 16 Meter in die Tiefe geht, in regelmäßigen Abständen Proben des oberflächennahen Grundwassers. Das Grundwasser wird in kleine Flaschen gefüllt. Bis zu 20 Flaschen können es sein, die anschließend im Labor des Wasserwirtschaftsamts genau auf die Wasserqualität untersucht werden.

60 Messstellen für noch bessere Kontrolle

Mit zusätzlichen Messstellen soll das künftig noch umfassender möglich sein. Deshalb wurden in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land und Altötting die Messstellen von bisher 23 auf 35 aufgestockt. An insgesamt 60 Messstellen soll künftig die Qualität des Grundwassers untersucht werden.

Die Experten untersuchen das entnommene Grundwasser zum Beispiel auf den pH-Wert, die Temperatur oder auch auf den Gehalt von Phosphor, Nitrat und Pflanzenschutzmitteln. Stellt sich heraus, dass das Grundwasser nicht in Ordnung ist, werden umgehend Gegenmaßnahmen ergriffen.

Gute Grundwasserqualität am Alpenrand

Mit der Qualität des Grundwassers in den drei Landkreisen ist das Wasserwirtschaftsamt zufrieden: Es sei gut, die Nitratbelastung meist niedriger als in anderen Teilen Bayerns. Das hänge mit den vergleichsweise hohen Niederschlagsmengen zusammen sowie mit der Art der Landbewirtschaftung. Am Alpenrand gebe es mehr Grünland als Ackerbau, so das Wasserwirtschaftsamt. Und auch über die Quantität des Wassers kann noch niemand klagen – anders als etwa im Norden Bayerns oder in Norddeutschland, wo der Grundwasserspiegel sinkt, Bäche austrocknen, Brunnen versiegen und das Wasser gelegentlich knapp werden kann.

"Tag des Wassers": Ein Tag zum Schutz und zum Wertschätzen

Die Vereinten Nationen haben 1993 einen jährlichen Weltwassertag eingeführt. Am 22. März sollen die Menschen dazu aufgerufen werden, sich Gedanken über die lebensnotwendige Ressource zu machen, genügend und sauberes Wasser Wert zu schätzen und zu schützen.  

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Im Labor des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein wird das Grundwasser auf seine pH-Gehalt untersucht.

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