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Tag des offenen Denkmals: Verschlossene Türen öffnen sich | BR24

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Blick auf Dinkelsbühl: Beim Tag des offenen Denkmals öffnen sich auch die Türen des sogenannten Graserhauses in Dinkelsbühl

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    Tag des offenen Denkmals: Verschlossene Türen öffnen sich

    Beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag öffnen in Mittelfranken zahlreiche Gebäude und Einrichtungen die Türen, die sonst nie oder nur selten zu besuchen sind. Viele von ihnen spiegeln das Motto "Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur" wider.

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    Beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals öffnen in Mittelfranken viele Gebäude, Einrichtungen, Schlösser und denkmalgeschützte Häuser ihre Türen, die sonst nicht besucht werden können. Hier eine Auswahl:

    Graserhaus in Dinkelsbühl

    Das sogenannte Graserhaus in Dinkelsbühl zwei Führungen um 13.30 Uhr und 14.30 Uhr an. Der massive Scheunenbau, ehemals als Wirtschaft genutzt, gehört heute zur Staatlichen Berufsschule.

    Kostenlose Führungen und "Orgelspaziergänge" in Ansbach

    In Ansbach gibt es unter anderem drei ganz spezielle, kostenlose Führungen zu dem Motto. Um Romanik, Gotik und Barock geht es bei der Führung „Baustile in der Innenstadt“. Dabei werden Stile und Architektur an ausgewählten Baudenkmälern erklärt. Treffpunkt für die Führung ist um 10 Uhr am Schlossplatz. Im Theater Ansbach gibt es um 15 Uhr eine Architekturführung. Das Gebäude wurde 1930 im Bauhausstil erschaffen. Zu sehen ist im Theater auch eine Ausstellung zur Geschichte des Ansbacher Theaters. „Rund um den Karlsplatz“ heißt eine Führung um 17.30 Uhr. Der Karlsplatz ist geprägt von Gebäuden, die Mitte des 18. Jahrhunderts zur Erweiterung der Stadt gebaut wurden.

    Geöffnet haben am Tag des offenen Denkmals in Ansbach auch der Turm der katholischen Kirche Sankt Ludwig am Karlsplatz, der Turm im Herrieder Tor, der Bismarck-Turm sowie die Markgrafengruft und die Schwanenritterkapelle in der evangelischen Kirche Sankt Gumbertus. Zu besichtigen ist auch die Synagoge in der Rosenbadstraße mit den Ritualbädern und das spätbarocke Retti-Palais, das derzeit saniert wird und zu einem lebendigen Museum werden soll. Weil an diesem Sonntag auch noch der "9. Deutsche Orgeltag" ist, bietet die Stadt Ansbach am Nachmittag "Orgelspaziergänge" mit Musik in verschiedenen Kirchen an.

    Amtshausschüpfle, Scheinwerfealle, Gewölbekeller in Erlangen

    In Erlangen-Frauenaurach ist das "Amsthausschüpfle" zu besichtigen. Im 16. Jahrhundert war es der Schuppen eines früheren Klosters, heute ist es ein Museum. Von 11.00 bis 17.00 Uhr ist das historische Gebäude geöffnet. In Erlangen selbst öffnet die ehemalige Scheinwerferhalle in der Wladmirstraße 1- 3 ihre Türen. Der Fabrikbau der Rüstungsindustrie verfügt über einen mehrteiligen Hallenbau. Um 13.00 Uhr, 14.00 Uhr und 15.00 Uhr gibt es Vorträge und Führungen zur Geschichte und aktuellen Nutzung des Gebäudes. Sonst unzugängliche Tiefen können im mittelalterlichen Gewölbekeller am Martin-Luther-Platz 5 in Erlangen von 11.00 bis 17.00 Uhr besucht werden. In Adelsdorf (Lkr. Erlangen-Höchstadt) wartet das Wasserschloss Neuhaus von 11.00 bis 17.00 Uhr auf Besucher.

    Archäologie und Dominikanerkloster in und um Nürnberg

    Sonst nicht zugänglich – am Tag des offenen Denkmals geöffnet – sind archäologische Ausgrabungen im Nürnberger Knoblauchsland. Von 10.00 bis 17.00 Uhr kann man sich in Schmalau Südost, Nähe der Steinacher Straße, über die Arbeit der Wissenschaftler durch den Nürnberger Archäologieverein informieren lassen. Ebenfalls von 11.00 bis 15.00 Uhr geöffnet ist das ehemalige Dominikanerkloster in der Nürnberger Altstadt (Burgstraße 6). Das Dominikanerkloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet, nach der Reformation aufgelöst, dann diverse unterschiedliche Nutzungen erfahren und ist nun zum Teil zu Mietwohnungen umgebaut.

    Tetzelschloss, Glockengießer-Spital und Wasserturm im Nürnberger Land

    Im Nürnberger Land kann zum Beispiel das in der Renaissance erbaute Tetzelschloss mit seiner Gartenanlage in Kirchensittenbach besichtigt werden. Seit 2008 wird die Anlage für Konzerte und private Festlichkeiten oder Freilichtkino genutzt. Ab 14.30 Uhr ist es geöffnet. Bei Führungen geht es durch die historische Hofanlage, zur Kirchenruine und in die Hauskapelle. Das Glockengießer-Spital in Lauf ist von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. im 14. Jahrhundert als Stift gebaut, beherbergt das Spital heute auch das Stadtarchiv. Vom technikgeschichtlichen Denkmal der Wasserversorgung von 1907 zu, funktionsfähigen Brunnen am Wasserturm: Der Tauchersreuther Wasserturm hat eine spannende Technikgeschichte, die von den Freunden des Neunhofer Landes von 10.30 Uhr bis 16.30 Uhr in Lauf Tauchersreuth erzählt wird.

    Bürgerhaus in Weißenburg

    In der Weißenburger Altstadt öffnet von 11.00 bis 17.00 Uhr das sonst nicht zugängliche Bürgerhaus (Bräugasse 3). Das Haus stammt wohl aus dem Jahr 1440 und es hat die unterschiedlichsten Handwerker beheimatet und zahlreiche Umbauten überstanden. In dem Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kann der Dachstuhl besichtigt werden.

    Bauhaus in Schwabach

    Schwabach bietet eine Stadtführung zum Thema "Bauhaus – Kinder der Neuen Sachlichkeit" an. Um 14.00 Uhr geht es am Rathaus los. Auf dem Rundgang durch die Innenstadt erläutert die Stadtheimatpflegerin anhand von Plänen das Typische dieses Baustils.

    Wirtshaus in Cadolzburg

    Den Umbau und die Generalsanierung des Wirtshauses am Marktplatz sind in Cadolzburg (Lkr. Fürth) zu besichtigen. Von 11.00 bis 15.00 Uhr kann man sich die Entwicklung vom Gasthaus mit zweigeschossigem Satteldach bis zum Mehrfamilienhaus anschauen. Alle Teilnehmer am diesjährigen Tag des offenen Denkmals sind unter den Städten, Gemeinden und Landkreisen auf der Webseite der Veranstaltung zu finden.