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Tag der Wasserrettung: DLRG präsentiert sich am Chiemsee | BR24

© BR/Dagmar Bohrer-Glas

Ein Stand-Up-Paddler in Not, ein entkräfteter Schwimmer oder ein gekentertes Segelboot – Standardsituationen für Rettungskräfte. Beim Tag der Wasserrettung zeigt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) heute am Chiemsee ihr Können.

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Tag der Wasserrettung: DLRG präsentiert sich am Chiemsee

Ein Stand-Up-Paddler in Not, ein entkräfteter Schwimmer oder ein gekentertes Segelboot – Standardsituationen für Rettungskräfte. Beim Tag der Wasserrettung zeigt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) heute am Chiemsee ihr Können.

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Heute am Tag der Wasserrettung zeigt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Prien am Chiemsee ihre Leistungsfähigkeit bei der Wasserrettung. Am Hafen in Prien/Stock ist ab 16 Uhr eine große Geräte- und Fahrzeugschau mit Rettungsbooten, Drohnen und diversen Tauchausrüstungen. Außerdem präsentieren sich die Nachwuchsretter.

Um 16 Uhr beginnt für geladene Gäste, unter ihnen Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, eine Rundfahrt über den See, bei der drei Rettungsszenarien demonstriert werden. So geraten unter anderem zwei Stand-Up-Paddler in Seenot und ein Segelboot kentert. Die Rettung der Paddler erfolgt durch einen Luftretter, der die beiden mittels Seilwinde in einen Hubschrauber bringt.

Bayern bei Ertrunkenen trauriger Spitzenreiter

Laut der DLRG ertrinken jährlich in Bayern rund 90 Menschen. Vergangenes Jahr waren es 89. Das seien im bundesweiten Vergleich die meisten Opfer. Der Statistik zufolge passiert mehr als die Hälfte der tödlichen Badeunfälle in Oberbayern. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind in Bayern 65 Menschen ertrunken, 20 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Drei Risikogruppen

Laut DLRG gibt es drei Risikogruppen: ältere Menschen, die offenbar oft wegen einer Erkrankung ertrinken, junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren, die ihre Kräfte überschätzen, und Menschen mit Migrationshintergrund, weil ihnen die Ortskunde fehlt und viele nur unzureichend schwimmen können.

Insgesamt wünscht sich die DLRG mehr Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für den Bau und den Betrieb ihrer Wasserrettungsstationen.