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Tag der Städtebauförderung – In Donauwörth hat sich viel getan | BR24

© BR/Judith Zacher

Zum Tag der Städtebauförderung zeigen viele Kommunen, was die Fördermittel bei ihnen bewirkt haben. Die zentrale Veranstaltung ist dieses Jahr in Donauwörth - denn dort steckt die Stadt mitten in einem Großprojekt.

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Tag der Städtebauförderung – In Donauwörth hat sich viel getan

Zum Tag der Städtebauförderung zeigten viele Kommunen, was die Fördermittel bei ihnen bewirkt haben. Die zentrale Veranstaltung ist dieses Jahr in Donauwörth – denn dort steckt die Stadt mitten in einem Großprojekt.

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Beschauliche Altstadthäuser und Donau und Wörnitz, die durch die Stadt mäandern – wer die Donauwörther Altstadt kennt, fühlt sich auf dem Weg in den Stadtteil Parkstadt wie auf der Reise in eine andere Welt. Denn dort reiht sich Wohnblock an Wohnblock, Balkon an Balkon.

Vier Millionen für die Parkstadt und das Alfred-Delp-Quartier

Was aber auffällt: Viele der Blocks sind saniert, einige sogar neu gebaut und das auch mit Mitteln aus der Städtebauförderung. Vier Millionen Euro hat die Stadt laut Oberbürgermeister Armin Neudert über den Fördertopf von Bund und Ländern bekommen, allein für die Bereiche Parkstadt-Mitte und das Alfred-Delp-Quartier. Weitere Mittel sind in Aussicht gestellt.

Vom Problemviertel zum belebten Wohngebiet

Zentrum des Viertels ist das Haus der Begegnung – ein Mehrgenerationenhaus mit Kindergarten, Seniorentreff, Angeboten für Mütter, Deutschkursen und kulturellen Veranstaltungen. Wer dort bei Passanten nachfragt, wie es sich im Viertel lebt, bekommt meist positive Antworten, die Anwohner fühlen sich wohl.

Das ist auch das Verdienst des Zweiten Bürgermeisters Jörg Fischer. Seit Jahren ist er Motor des Projekts und im Quartiersbüro für die Menschen da. Denn vor allem in den 1990er-Jahren gab es Probleme zwischen den zahlreichen Zugewanderten und den Einheimischen. Heute ist von dem damaligen Problemviertel nichts mehr zu bemerken.

Konversion der Alfred Delp-Kaserne als neues Projekt

Dass Donauwörth nach Großstädten wie Leipzig und Frankfurt dieses Jahr für die Zentralveranstaltung des Tages der Städtebauförderung ausgesucht wurde, liegt laut Oberbürgermeister Neudert an den vielfältigen Projekten in der Parkstadt. Denn in Donauwörth läuft ein weiteres Großprojekt: die Konversion der ehemaligen Alfred Delp-Kaserne. 30 Hektar Kasernengelände werden dort zu einem Wohn- und Geschäftsviertel umgebaut.

Verschiedene Wohnformen und Generationen nebeneinander

Die früheren Kasernenanlagen sind größtenteils bereits abgebrochen, die Straßen und Wege verschwunden. Der Rückbau ist laut Oberbürgermeister Neudert weitestgehend abgeschlossen. Schon in etwa einem Jahr will die Stadt hier die ersten Grundstücke verkaufen, in drei Jahren sollen die ersten Gebäude fertig gestellt sein.

"Wir wollen die unterschiedlichsten Wohnformen gemischt, das heißt: bezahlbarer Wohnraum genauso wie Geschosswohnungsbau, wie eine Stadtvilla. All das kombiniert, auch alle Generationen mit integriert, das ist das Zukunftsmodell." Armin Neudert, Oberbürgermeister der Stadt Donauwörth

Ankerzentrum in Donauwörth wird aufgelöst

Noch kann allerdings nicht überall mit dem Bau begonnen werden. Acht Hektar des Geländes sind derzeit belegt, mit dem Ankerzentrum für Flüchtlinge. Oberbürgermeister Neudert vertraut dabei auf die Zusage des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann.

Ende 2019 soll das Ankerzentrum in Donauwörth geschlossen werden. Wo das Ankerzentrum danach hinkommt, steht noch nicht fest. Sicher ist: Die verbleibenden acht Hektar in Donauwörth werden dann von den Baggern plattgemacht – damit hier Neues entstehen kann.