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Tag der offenen Tür in der alten Synagoge in Mühlhausen | BR24

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In Mühlhausen wurden heute erstmals die Tore der Alten Synagoge für die Öffentlichkeit geöffnet. Im Herbst gründete sich ein Verein, wurde Geld gesammelt und das Gebäude gekauft. Stück für Stück soll es nun wieder hergerichtet werden.

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Tag der offenen Tür in der alten Synagoge in Mühlhausen

Das Forum "Alte Synagoge Mühlhausen" hat zum Tag der offenen Tür eingeladen. Der Verein will die ehemalige Synagoge im Landkreis Erlangen-Höchstadt zu einer Gedenk- und Bildungsstätte machen.

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Der Verein "Forum Alte Synagoge Mühlhausen" hat sich vor einem Jahr, im Herbst 2018, gegründet. Das Ziel dieses Vereins ist es, die Synagoge im Landkreis Erlangen-Höchstadt zu einem Kulturzentrum, einem Erinnerungs- und Lernort zu machen. Zusätzlich soll auch ein Museum und ein Archiv Platz finden. Dafür haben die Mitglieder nun das alte barocke Gebäude gekauft. Bei ihrem Tag der offenen Tür haben sie über ihre Pläne informiert.

Die Geschichte der Synagoge Mühlhausen

Die Synagoge wurde 1754 errichtet. In der Region zwischen Bamberg und Erlangen lebten bis zum Holocaust viele Juden, erklärt der Verein. Außer einiger jüdischer Friedhöfe gäbe es aber sehr wenige bauliche Überreste aus dieser Zeit. Auch die Synagoge in Mühlhausen wurde in der Reichspogromnacht 1938 beschädigt und anschließend verkauft. Zwischenzeitlich wurde sie als Werkstatt und Gerätehalle genutzt. Der Zustand der Synagoge ist dennoch gut.

Begegnung mit Zeitzeugen

Ausstellungen über die jüdische Kultur sollen Erinnerungsarbeit leisten. Der Verein will mit Zeitzeugengesprächen und Bildungsreisen nach Israel oder Osteuropa zur Verständigung und Versöhnung beitragen.

Synagoge soll umgebaut werden

Der Verein "Forum Alte Synagoge Mühlhausen" hat mithilfe eines privaten Darlehens das Gebäude kaufen können. Nun steht die Bauuntersuchung an, für die Hilfe vom Institut für Denkmalpflege und Bauforschung der Universität Bamberg zugesagt worden ist.