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Tag der Franken: Weniger bürokratische Grenzen gefordert | BR24

© BR/ Markus Klingele

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) (2. v.l.)., Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen (3. v. l.)

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Tag der Franken: Weniger bürokratische Grenzen gefordert

Weniger bürokratische Hürden bei der länderübergreifenden Zusammenarbeit – das haben die Bürgermeister von Neustadt bei Coburg und Sonneberg in Thüringen am heutigen Tag der Franken gefordert. Erstmals fand dieser länderübergreifend statt.

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Am heutigen Tag der Franken, der zum ersten Mal in Thüringen und Bayern gemeinsam gefeiert wurde, forderten die Bürgermeister von Neustadt bei Coburg und Sonneberg in Thüringen weniger bürokratische Hürden. Dies sagten sie auch den beiden Ehrengästen, dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und dem Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow (Die Linke), die zum Festakt nach Sonneberg gekommen waren. Zuvor hatten die beiden Ehrengäste an einem Ökumenischen Gottesdienst in Neustadt bei Coburg teilgenommen.

Gemeinsame Entwicklungspläne gewünscht

Frank Rebhan, der Oberbürgermeister von Neustadt bei Coburg, sagte dem BR, dass in der Region vieles schon gut laufe, man aber weitere Unterstützung bräuchte. Zum Beispiel bei der Gesetzgebung, die nicht aneinander angepasst sei als auch bei gemeinsamen Entwicklungsplänen zwischen den Ländern, die es bislang nicht gibt. Das müsse sich in Zukunft ändern, so Rebhan.

Brückenbauer zwischen Ost und West

Bayerns Innenminister Joachim Herrman lobte in seiner Festrede die gute Entwicklung dieses Wirtschaftsraumes und dass sich hier viel getan habe. Als Beispiele nannte er das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit. Die Franken in Oberfranken und Südthüringen bezeichnete Herrmann als wichtige Brückenbauer zwischen Ost und West. Ihr fränkischer Gemeinschaftsgeist, ihre gemeinsame Sprache und kulturelle Identität seien das beste Heilmittel gegen Entfremdung, Vorurteile und Klischees gewesen, so Herrmann. Diesen Gemeinschaftsgeist hätten sie nach dem Fall der Mauer wiederbelebt.

"Der urfränkische Gemeinschaftsgeist zeigt sich beeindruckend am Beispiel der beiden Städte Neustadt und Sonneberg, die heute eng, vertrauensvoll und erfolgreich zusammenarbeiten. Sie sind damit ein leuchtendes Vorbild für fränkischen Zusammenhalt und Solidarität." Joachim Herrmann (CSU), Bayerns Innenminister

Zeichen für Aufbruch einer starken Region

Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow freute sich über den grenzübergreifenden Tag der Franken. Für ihn sei dieser Tag ein Zeichen für den Aufbruch einer starken Region. Doch auch er sah die Probleme in den bürokratischen Grenzen. Damit etwas vorangehe, müsse man auch über mehr Staatsverträge nachdenken, so Ramelow gegenüber dem BR. Die Region in Neustadt und Sonneberg sei so eng miteinander verzahnt, dass man sie grenzübergreifend unterstützen sollte.

Fränkische Kultur und Speisen bei gemeinsamen Fest

Während des ganzen Tages besuchten Franken aus allen drei Bezirken die beiden Städte und nutzten das Angebot aus Musik, Märkten, fränkischen Speisen und Kultur.

Zwischen Neustadt bei Coburg und dem fünf Kilometer entfernten Sonneberg pendelte unter anderem ein mit Wasserstoff betriebener Zug, der die Gäste von einer Stadt in die andere brachte. Denn beide Städte wollen den Aufbau eines gemeinsamen Wasserstoff-Wirtschaftsclusters voranbringen.