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Tag der Feldgeschworenen: Grenzhüter treffen sich in Regensburg | BR24

© picture alliance / dpa

Feldgeschworene helfen bei Grundstücksvermessungen

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    Tag der Feldgeschworenen: Grenzhüter treffen sich in Regensburg

    Die Feldgeschworenen gelten als Hüter der Grenzen. Nur besonders vertrauenswürdige Mitbürger werden für dieses Ehrenamt ausgewählt - und das auf Lebenszeit. In Regensburg sind sie zu einer Fachtagung mit Heimatminister Füracker zusammengekommen.

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    Mehr als 3.000 ehrenamtliche Helfer sind am Mittwoch in Regensburg zum Tag der Feldgeschworenen zusammengekommen. Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) würdigte die ehrenamtlichen Vermessungshelfer bei der Fachtagung als Garant für Rechtssicherheit und nachbarschaftlichen Frieden.

    „Feldgeschworene sorgen für Rechtssicherheit vor Ort, sind Vertrauenspersönlichkeit für Grundstückseigentümer und sichern Eigentum. Deswegen ist dieses Ehrenamt ein ganz Besonderes.“ Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU)

    Die "Feldscheider", wie sie in der Umgangssprache genannt werden, gibt es in Bayern schon seit gut 500 Jahren. Damit ist die Aufgabe des Feldgeschworenen mit das älteste Ehrenamt überhaupt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Denn nur besonders vertrauenswürdige Mitbürger werden für diese Aufgabe ausgewählt.

    In der Regel sieben Feldgeschworene pro Gemeinde

    In manchen Regionen werden die Feldgeschworenen auch "Siebener" genannt, da in der Regel sieben Feldgeschworene in einer Gemeinde tätig sind. Durch die ungerade Zahl kann bei Unstimmigkeiten stets eine eindeutige Entscheidung gefällt werden.

    Feldgeschworenenwesen ist Immaterielles Kulturerbe

    Feldgeschworene helfen bei Grundstücksvermessungen und kontrollieren im Auftrag der Staatlichen Vermessungsämter die örtlichen Grundstücksmarkierungen - also die Abmarkungen und Grenzsteine, mit denen auf Feldern, Wiesen und in Wäldern die Grundstücksgrenzen markiert werden.

    Mehr als 27.000 Feldgeschworene sind in Bayern heute regelmäßig im Einsatz. Sie alle sind auf Lebenszeit gewählt und vereidigt. Das Feldgeschworenenwesen steht seit 2016 im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.