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Tag der Arbeit: DGB-Kundgebungen nur im Netz | BR24

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Der Tag der Arbeit wird erstmals seit dem Jahr 1949 ohne DGB-Demonstrationszüge ablaufen. Der 1. Mai findet in diesem Jahr unter dem Motto "Solidarisch ist man nicht alleine" ausschließlich im Netz statt.

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Tag der Arbeit: DGB-Kundgebungen nur im Netz

Keine DGB-Kundgebungen am 1. Mai: Das hat es seit 1949 nicht gegeben. Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen muss der Deutsche Gewerkschaftsbund auf das Internet ausweichen. Doch auch online sollen es klare Forderungen geben.

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Von
  • Ulrike Lefherz

Der Tag der Arbeit wird erstmals seit dem Jahr 1949 ohne DGB-Demonstrationszüge und öffentliche Kundgebungen ablaufen. Der 1. Mai findet in diesem Jahr unter dem Motto "Solidarisch ist man nicht alleine" ausschließlich im Netz statt. In einem dreistündigen Live-Stream ab 11 Uhr aus Berlin will der DGB angesichts der Corona-Krise für einen sozialen und ökologischen Wandel plädieren. Zahlreiche Musikerinnen und Künstler wie Konstantin Wecker, Dota oder der Lyriker Thorsten Stelzner werden dabei auftreten.

So viel Kurzarbeit wie noch nie

Die Corona-Krise setze den Arbeitsmarkt stark unter Druck, so der DGB. Die Zahl der Betriebe, die von Kurzarbeit betroffen seien, sei so hoch wie noch nie. Der Bayerische IG Metall-Chef Johann Horn erklärte im Vorfeld der Veranstaltung, die Klimakrise werde möglicherweise viel größer werden als die Corona-Krise. Unternehmen sollten mit den Hilfsgeldern einen fairen Wandel finanzieren. "Das Geld muss so eingesetzt werden, dass wir den Klimawandel stoppen", so Horn.

DGB fordert Reichensteuer

Die Gewerkschaften begrüßen die staatlichen Hilfen für Unternehmen und Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld. Mittelfrankens DGB-Geschäftsführer Stephan Doll erklärte, wir brauchen in der Krise einen starken Staat. Aber auch die Einnahmeseite müsse gestärkt werden. Doll sagte: "Es ist jetzt an der Zeit, dass sich die Reichen und Super-Reichen endlich stärker am Gemeinwohl beteiligen." Es müsse jetzt eine Finanztransaktionssteuer und eine Reichensteuer eingeführt werden, damit die öffentlichen Haushalte nicht zu sehr unter Druck geraten, so Doll.

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