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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Daniel Schäfer

Ab sofort benötigen Grenzpendler aus Tschechien einen bewilligten Antrag auf Systemrelevanz. Wunsiedels Landrat Peter Berek bezieht nennt die Zahl der bisher eingegangenen Anträge.

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Systemrelevanz-Anträge: Wunsiedel billigt weniger als die Hälfte

Tschechische Beschäftigte dürfen nur noch mit einer Sondergenehmigung zum Arbeiten nach Deutschland. Ausschlaggebendes Kriterium: die Systemrelevanz des Arbeitgebers. Auch im Raum Wunsiedel sollen die Firmenanträge "zurückhaltend" bewilligt werden.

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Von
  • Kristina Kreutzer

Tschechen, die in Oberfranken arbeiten, dürfen derzeit nur über die Grenze, wenn sie in einem systemrelevanten Unternehmen tätig sind. Entscheiden müssen das die Landratsämter. 184 Anträge sind bisher im Landratsamt Wunsiedel eingegangen, weitere werden erwartet, so Landrat Peter Berek (CSU) im BR-Gespräch. Seit Sonntag ist die Grenze nach Tschechien aufgrund der dort hohen Infektionszahlen, vor allem durch Coronavirus-Mutationen, fast komplett geschlossen.

Von den 184 seien bisher 73 als systemrelevant eingestuft worden. "Wir sind angehalten, sehr streng in der Prüfung zu sein", so der Wunsiedler Landrat. Von den 1.400 Grenzgängern sind im Landkreis Wunsiedel derzeit 475 genehmigt. "Das ist nicht viel. Wir sind sehr zurückhaltend, aber das ist vom Bund auch so gewollt". Seit dem Wochenende werden die Anträge – teils in Nachtschichten – abgearbeitet. Es habe aber bisher alles reibungslos geklappt, so der Landrat.

Der Landkreis Wunsiedel, der Ende Januar Bayerns Landkreis mit der höchsten Inzidenz war, will die Infektionszahlen zusätzlich zu den Grenzpendler-Maßnahmen mit weiteren Testmöglichkeiten eindämmen. Rund 1.700 Tests sind es allein an den Teststationen täglich. Dazu kommen eigene Tests in Unternehmen. 35.000 Schnelltests wurden dafür vom Landratsamt verteilt. "Wir wollen ein klares Bild bekommen. Es hilft uns ja nichts, wenn wir nicht wissen, wer tatsächlich infiziert ist."

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