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Synodaler Weg: Es muss "entscheidende Veränderungen" geben | BR24

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Morgen startet die katholische Kirche in Deutschland ihren Reformprozess, den "Synodalen Weg". Im B5 Interview der Woche forderte Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK): "Am Ende müssen Ergebnisse stehen."

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Synodaler Weg: Es muss "entscheidende Veränderungen" geben

Morgen startet die katholische Kirche in Deutschland ihren Reformprozess, den "Synodalen Weg". Im B5 Interview der Woche forderte Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK): "Am Ende müssen Ergebnisse stehen."

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Am Sonntag startet mit einem Gottesdienst in der Frauenkirche in München der "Synodale Weg". Das ist der Reformprozess, den sich die Katholische Kirche in Deutschland nach dem Missbrauchsskandal verordnet hat. Veranstaltet wird er von der Deutschen Bischofskonferenz gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), also den Vertretern der nicht-geweihten Gläubigen.

Synodaler Weg: Es geht um die "heißen Eisen"

Es soll um die berühmten "heißen Eisen" gehen, die Bischöfe und katholische Laienvertreter in den kommenden zwei Jahren anpacken wollen: Welche Rolle spielen Frauen in der Kirche? Wie viel Macht hat ein Bischof? Können Priester zur Ehelosigkeit verpflichtet werden? Karin Kortmann, Vizepräsidentin des ZdK, will nicht zwei Jahre lang um den "heißen Brei" herumreden.

Am Ende des Reformprozesses müssten "entscheidende Veränderungen" stehen. "Das sind wir den Gläubigen schuldig", so die SPD Politikerin und ehemalige Staatssekretärin im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.

Es geht "selbstverständlich" auch um das Priestertum von Frauen

Kortmann will auf dem Synodalen Weg unter anderem über das Predigtrecht für Frauen in Gottesdiensten diskutieren. Außerdem gehörten Frauen als Diakoninnen an den Altar. Und am Schluss gehe es "selbstverständlich" auch um "das Priestertum von Frauen".

Vatikan hat seine Position bereits deutlich gemacht

Solche Fragen können allerdings nicht von der Kirche vor Ort entschieden werden. Das hat der Vatikan in einem Schreiben an die Bischofskonferenz bereits deutlich gemacht. Kortmann fürchtet, dass bei einer stärkeren Einbindung Roms kritische Fragen auf die lange Bank geschoben werden: "Wenn das katholische Haus in Deutschland brennt, schreibe ich keinen Brief nach Rom und frage nach dem Feuerlöscher", so die ZdK-Vizepräsidentin.