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Symbolische Eröffnungsfahrt im Spessart | BR24

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Neuer Spessart-Tunnel der Deutschen Bahn

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    Symbolische Eröffnungsfahrt im Spessart

    Auf der neuen Bahnstrecke zwischen Laufach und Heigenbrücken im Spessart verkehren bereits seit Wochenbeginn die Züge. Heute nimmt die Bahn die Umfahrung des Schwarzkopftunnels offiziell in Betrieb - mit einem Sonderzug und prominenten Fahrgästen.

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    Gegen 14.20 Uhr startet am Aschaffenburger Hauptbahnhof ein historischer Sonderzug. Unter den Fahrgästen sind Innenminister Joachim Herrmann, Dorothee Bär, Staatssekretärin beim Bundesverkehrsministerium sowie Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Bahn für den Freistaat Bayern. Sie tragen sich bei einem Zwischenstopp in Laufach ins Goldene Buch ein und sollen gegen 15.15 Uhr den neuen Bahnhof in Heigenbrücken erreichen.

    Abschluss eines Mammutprojekts

    Mit der symbolischen Eröffnungsfahrt geht ein vierjähriges Bauprojekt der Bahn im Spessart zu Ende. Für die etwa acht Kilometer lange Umfahrungsspange wurden vier Tunnelbauwerke in den Berg gesprengt. Die Bahn investierte insgesamt rund 450 Millionen Euro. Die Anwohner in den Spessartgemeinden hatten mit Baustellenverkehr und Lärmbelästigung durch die Sprengungen zu kämpfen. Außerdem kam es wegen der Bauarbeiten immer wieder zu Streckensperrungen, Zugausfällen und veränderten Fahrzeiten.

    Bahnverkehr ohne Aufstieghilfe

    Die Umfahrungsspange war notwendig, weil sich eine Sanierung des maroden Schwarzkopftunnels nicht gelohnt hätte. Zudem galt die Strecke stets als Nadelöhr im Spessart, weil schwere Güterzüge nur mittels Schiebeloks die steile Spessartrampe zwischen Laufach und dem Schwarzkopftunnel passieren konnten. Die neue Umfahrung verläuft flacher, so dass auch Personenzüge zwischen Hanau und Würzburg schneller unterwegs sein können