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Zu ihrem 20-jährigen Jubiläum muss auch die Jobmesse "akademika", die sonst zweimal im Jahr in Nürnberg und Augsburg stattfindet, neue Wege gehen. Dieses Jahr fand sie digital statt. Und zwar mit einer sogenannten Swiping-App.

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Swipen, liken, matchen – Jobmesse goes digital

Die Nürnberger Jobmesse "akademika" findet in diesem Jahr digital statt. Dabei nutzt sie eine Swiping-App, ähnlich der Datingplattform Tinder. Bewerber und Arbeitgeber wischen sich durch die Profile – geben beide ein Like, heißt es: "It's a match!"

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Von
  • Julia Demel

Seit Anfang November können Bewerber sich auf der App der Job-Messe "akademika" ein Profil anlegen – mit ihrem Lebenslauf und ihrem Jobinteresse. Ebenso präsentieren sich die Unternehmen mit einem kurzen Firmenprofil. Beide Seiten "swipen" sich dann, wie bei Tinder, durch die jeweiligen Profile und "liken", wenn ihnen etwas gefällt.

"It's a match!"

Haben sich beide Seiten gegenseitig für interessant befunden und ein "Like" gegeben, meldet die App: "It's a match!" Was soviel heißt wie: "Du hast Dein Gegenstück gefunden!" Wenn das passiert ist, können sich Bewerber und Arbeitgeber zu einem Chat verabreden – digital versteht sich.

Bewerbungsgespräch per Videochat

Heute (24.11.2020) und morgen finden die Bewerbungsgespräche über das Portal der Jobmesse "akademika ahead" statt. Per Videochat lernen sich Arbeitgeber und Bewerber besser kennen. Das sei nicht unbedingt von Nachteil sagt Andreas Benhof vom Personaldienstleister Hays:

"Die zufälligen Begegnungen fallen weg. Aber man merkt, dass die Vorbereitung der Gespräche, warum ich in dieses Unternehmen will, schon besser ist. Da ist eine höhere Qualität, das würde ich sogar als einen Vorteil sehen." Andreas Benhof, Hays AG

Karrieretipps von Profis

Mehr als 1.000 solcher digitalen Bewerbungsgespräche finden in den zwei Tagen statt. Darüber hinaus werden Bewerbungstrainings angeboten und Profis geben Tipps zum Karrierestart. Für die Bewerber ist die Messe kostenlos. Die Profile von Firmen und Bewerbern bleiben auch noch für die nächsten zwei Wochen online, so dass sich auch später noch Interessierte zusammenfinden können.

2.500 Studenten und 40 Unternehmen – Neuland funktioniert

Nur wenige Monate hatten die Macher der Messe von der WiSo-Führungskräfte-Akademie, die zur Universität Erlangen-Nürnberg gehört, Zeit, ihr seit 20 Jahren bewährtes Format der Präsenzmesse ins Internet zu verlagern. Doch mit dem Ergebnis sind sie zufrieden: Rund 2.500 Studenten haben sich registriert und insgesamt 40 Unternehmen – darunter so große wie Vodafone, die Allianz oder Schaeffler – sind auch bei der digitalen Version dabei. Deutlich weniger allerdings, als die rund 150 Aussteller, die sich in den vergangenen Jahren auf der Präsenzmesse präsentiert haben.

"Für die jungen Akademiker ist das Handy der Kommunikationsweg Nummer 1, da wurde das sehr gut angenommen. Die Personalabteilungen sehen auch, dass man in diesen Zeiten neue Wege gehen und etwas ausprobieren muss. Die Resonanz war insgesamt sehr positiv." Sabine Richter, Projektleitung "akademika ahead"
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Jobsuche mittels Swiping-App, die Jobmesse "akademika" findet in diesem Jahr digital statt.

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