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Ein Kind tastet eine Brezel
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Autoren

Rudolf Heinz
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Ein Kind tastet eine Brezel

Angenehm oder rau? Wie fühlt sich etwas an? Der Tastsinn ist etwas Besonderes. Geht es nach Fabian Hutmacher von der Universität Regensburg, dann wird der Tastsinn aber unterschätzt. Der Wissenschaftler hat diese Form der Wahrnehmung genauer unter die Lupe genommen und in einer Studie festgestellt: Unser Tastsinn ist der Supersinn!

"Viele Eindrücke, die wir über den Tastsinn erlangen, werden langfristig abgespeichert." Fabian Hutmacher

BR-Team macht Praxis-Test

Stimmt das? Um die Theorie am echten Leben zu messen, ist ein Reporter-Team des BR zum Praxistest in die Regensburger Arcaden gegangen. Dort hat es die Studie mit Hilfe von sechs Gegenständen nachgestellt: Textmarker, Nagelfeilen und Krawatten. Passanten dürfen drei Gegenstände unter einer Decke erstasten. Anschließend müssen sie aus zwei Objekten auswählen. Welches hielten sie in der Hand?

Studie hat recht

Das Ergebnis: Die Studie hat tatsächlich recht. Denn über 90 Prozent unserer Tester lagen mit ihrer Einschätzung richtig.

Erfahrungen über den Tastsinn vergisst man also nicht nicht so schnell. Aber: Was bringt die Erkenntnis?

"Man kann in die Zukunft gedacht überlegen, ob die Erkenntnisse für die Pädagogik einen Mehrwert entwickeln." Fabian Hutmacher

Vielleicht wird an bayerischen Schulen also bald erst getastet und dann gelernt. An den Montessori-Schulen wird das Tasten und Greifen bereits in den Unterricht integriert.

Eine Faust voller Sand: Wer Dinge ertastet, behält sie besser im Gedächtnis.

Eine Faust voller Sand: Wer Dinge ertastet, behält sie besser im Gedächtnis.

Autoren

Rudolf Heinz

Sendung

Mittags in Niederbayern und Oberpfalz vom 11.01.2019 - 12:00 Uhr