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"Superfood" Aronia-Beere – Ernte beginnt früher | BR24

© picture alliance/Bildagentur-online

Die Aronia-Beere - auch Schwarze Apfelbeere genannt

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    "Superfood" Aronia-Beere – Ernte beginnt früher

    Die Ernte der Aronia-Beere in Unterfranken startet rund eine Woche früher als 2019: Ab 3. August wird laut dem Verein Fränkische Obstbauern mit der Beeren-Ernte begonnen. Die Beere gilt als "Superfood" und wird zunehmend auch in der Medizin beachtet.

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    In Unterfranken gibt es aktuell sehr wenige Betriebe, die die Aronia-Beere anbauen, heißt es von Thomas Riehl, dem Geschäftsführer vom Verein Fränkische Obstbauern auf BR-Nachfrage. Einer dieser wenigen Betriebe ist in Eschau im Landkreis Miltenberg beheimatet. Dort werden seit 2004 Aroniabeeren angebaut, mittlerweile auf einer Fläche von 13 Hektar. In diesem Jahr rechnet der Betrieb mit einer guten Ernte von rund 100 Tonnen Beeren. 2019 waren es noch etwa 50 Tonnen, allerdings auch auf einer etwas kleineren Anbaufläche von zehn Hektar.

    Aronia-Beere gilt in Osteuropa als Allheilmittel

    Die bessere Ernte sei dadurch zu erklären, dass im Vergleich zu den beiden Vorjahren die Witterungsbedingungen in diesem Jahr günstiger gewesen seien. 2019 hatte die Aronia-Ernte in Unterfranken wegen des kühlen Frühjahrs erst Mitte August und damit rund zwei Wochen später als üblich begonnen. Die Aronia-Beere (botanisch "Aronia melanocarpa") gilt als "Superfood" und hat einen hohen Gehalt an Vitamin C. Auch im Medizinbereich wird die Beere umfangreich erforscht und eingesetzt. In Osteuropa gilt die Aronia-Beere in der Volksmedizin als Allheilmittel.

    Frosthart und kaum von Schädlingen befallen

    Wegen ihres Aussehens wird die dunkelblaue Aronia-Beere auch Schwarze Apfelbeere genannt. Ihre Blüten und Früchte sehen dem Apfel sehr ähnlich, sind aber viel kleiner. Aronia-Beeren wachsen an Sträuchern, die etwa zwei Meter hoch werden. Laut dem Verein Fränkische Obstbauern sind die Pflanzen frosthart und werden kaum von Schädlingen oder Krankheiten befallen. Aronia-Beeren haben roh einen herb-säuerlichen Geschmack und werden vielfältig verarbeitet. Meist entstehen daraus Säfte oder Konfitüren, aber auch Essig oder Spirituosen.

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