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Suff-Fahrten: E-Scooter bei Betrunkenen sehr beliebt | BR24

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Die neuen E-Scooter scheinen zu einem beliebten Verkehrsmittel von Betrunkenen zu werden. Die Münchner Polizei teilte mit, dass sie täglich mehr als 20 Trunkenheits- und Drogenfahrten feststelle. Für die Kraftfahrzeuge gelte die 0,5 Promille-Grenze.

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Suff-Fahrten: E-Scooter bei Betrunkenen sehr beliebt

Die neuen E-Scooter scheinen zu einem beliebten Verkehrsmittel von Betrunkenen zu werden. Die Münchner Polizei teilte mit, dass sie täglich mehr als 20 Trunkenheits- und Drogenfahrten feststelle. Für die Kraftfahrzeuge gilt die 0,5 Promille-Grenze.

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Seit 15. Juni dürfen E-Scooter in München offiziell fahren. Die Polizei München stellte seitdem schon erschreckend viele Trunkenheits- und Drogenfahrten fest. Die einen fahren in Schlangenlinien und können sich kaum mehr auf dem Roller halten, andere bauen Unfälle. So rammte ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Starnberg betrunken sogar ein Polizeiauto. In der Münchner Innenstadt stürzte ein betrunkener 40-Jähriger so schwer, dass er ins Krankenhaus kam.

Täglich mehr als 20 alkoholisierte E-Scooter-Fahrer erwischt

In den vergangenen Tagen seien täglich mehr als 20 alkoholisierte Fahrer von E-Tretrollern erwischt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Auch am Wochenende seien in der Landeshauptstadt wieder mehrere E-Scooter-Fahrer mit mehr als einer Promille Alkohol im Blut unterwegs gewesen.

Vielfach seien die Promillewerte jenseits von Gut und Böse, heißt es von der Münchner Polizei. Zum Beispiel wurden zwei Finnen mit 1,6 und 2,4 Promille angehalten. Dabei gelten für E-Scooter die gleichen Regeln wie beim Autofahren: Ab 0,5 Promille handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, ab 1,1 Promille ist es sogar eine Straftat. Dann kann der Führerschein weg sein und es wird richtig teuer.

Bei 0,5 Promille vervierfacht sich das Unfallrisiko

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko viermal so hoch ist. Bei über einer Promille ist das Unfallrisiko sogar achtmal so hoch wie im nüchternen Zustand. Deshalb warnt die Polizei: durch die Instabilität der E-Scooter sei betrunkenes Fahren absolut lebensgefährlich.

In München wurden neben alkoholisierten E-Scooter-Fahrern auch mehrfach -E-Rollerbenutzer unter dem Einfluss von illegalen Drogen erwischt. Kritiker der E-Tretroller hatten auch aus Sicherheitsgründen vor einer generellen Zulassung der Gefährte gewarnt. Sie befürchten dadurch eine deutliche Zunahme von Verkehrsunfällen und Verletzten.