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Südostlink: Weiter Diskussionen um Verlegung entlang A93 | BR24

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In der Diskussion um eine unterirdische Verlegung der Stromtrasse Südostlink entlang der Autobahn A93 geben die Befürworter nicht auf. Sie fordern eine vertiefte Prüfung des Vorschlags. Allerdings wird allmählich die Zeit knapp.

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Südostlink: Weiter Diskussionen um Verlegung entlang A93

In der Diskussion um eine unterirdische Verlegung der Stromtrasse Südostlink entlang der Autobahn A93 geben die Befürworter nicht auf. Sie fordern eine vertiefte Prüfung des Vorschlags. Allerdings wird allmählich die Zeit knapp.

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CSU-Kommunalpolitiker in der nördlichen Oberpfalz haben Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) erneut aufgefordert, eine Verlegung der Stromtrasse Südostlink im Grünstreifen der Autobahn A93 zu prüfen. Aiwanger habe diese "vertiefte Ermöglichungsprüfung" bei der Bundesnetzagentur einfordern wollen, betont der CSU-Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht.

Ergebnisse eine Runden Tischs als Basis

Dabei nimmt er Bezug auf einen Runden Tisch im Sommer in Berlin und die so genannte energiepolitische Einigung mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Dabei sei festgelegt worden, dass die Bundesnetzagentur noch einmal grundlegend eine Bündelung der Gleichstromtrasse mit "linienförmigen Infrastrukturen" untersuche, sagt ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums und verweist auf einen Bericht der Bundesnetzagentur, der Ende Oktober veröffentlicht wurde. Allerdings sind darin nur sehr grundsätzliche Bündelungsoptionen beschrieben, eine detaillierte Prüfung zur A93 ist nicht enthalten.

Bundesnetzagentur: Zustimmungen fehlten

Die Bundesnetzagentur will in den kommenden Wochen die so genannte Bundesfachplanung zum Abschnitt C der Gleichstromtrasse abschließen. Dabei werde auch noch einmal geprüft, ob neu vorgetragene Tatsachen zu einer Neubewertung des Bündelungsvorschlags führen, so eine Sprecherin. Präsident Jochen Homann sagte dem BR, er sei zu einer vertieften Prüfung bereit gewesen, hätte dafür aber die Zustimmung der Autobahndirektion und des Bundesverkehrsministeriums gebraucht. "Dieses grüne Licht ist nicht gekommen und damit haben wir die Chance nicht gehabt, da ranzugehen", so Homann.

Die Zeit drängt

Albert Rupprecht kontert mit den Vereinbarungen des Runden Tisches in Berlin: Dabei hätten sowohl das Bundesverkehrsministerium als auch die Autobahndirektion einer vertieften Prüfung des Grünstreifens zugestimmt. Allerdings wird die Zeit für eine intensive Prüfung knapp: In den kommenden Wochen will die Bundesnetzagentur die Bundesfachplanung zum Abschnitt C des Südostlinks abschließen. Dieser Abschnitt erstreckt sich von Hof bis Schwandorf.

Politiker schreiben Brief an Aiwanger

Ende des Jahres soll ein 1.000 Meter breiter Korridor endgültig festgelegt sein. Dann folgt das Planfeststellungsverfahren, das sich aber nur mehr auf den Korridor konzentriert. Die CSU-Kommunalpolitiker in der nördlichen Oberpfalz drängen Aiwanger daher, dass er "im Zweifelsfall durch sein eigenes Haus eine Studie in Auftrag" gibt. Zusammen mit Rupprecht haben nun der Landtagsabgeordnete Stephan Oetzinger, Neustadts Landrat Andreas Meier sowie Tirschenreuths stellvertretende Landrat Roland Grillmeier einen Brief mit ihrer Forderung an Aiwanger geschickt.