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Südostlink: Netzbetreiber kontert Vorwurf von Bürgerinitiative | BR24

© picture alliance/David Ebener

Demonstranten protestieren in Pegnitz (Lkr. Bayreuth) gegen die geplante Gleichstromtrasse Süd-Ost.

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    Südostlink: Netzbetreiber kontert Vorwurf von Bürgerinitiative

    Wegen der Corona-Pandemie finden keine öffentlichen Proteste gegen Stromtrassen statt. Laut Trassengegnern sollen Bundesnetzagentur und Netzbetreiber das Verfahren aber trotzdem vorantreiben.

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    Von
    • Lasse Berger

    Das Bündnis bundesweiter Bürgerinitiativen fordert wegen der Corona-Pandemie einen Aufschub des Netzausbaus. Dörte Hamann, Sprecherin des Aktionsbündnises gegen die Süd-Ost-Trasse, wirft der Bundesnetzagentur und Übertragungsnetzbetreibern zudem vor, die Corona-Krise zu ihren Gunsten auszunutzen. In einem Schreiben spricht Hamann davon, dass das Beteiligungsverfahren über Online-Ersatzlösungen, per Post oder Telefon anstelle von Informationsveranstaltungen und öffentlichen Terminen beschleunigt würde.

    Netzbetreiber Tennet kontert den Vorwurf

    Markus Lieberknecht, Pressesprecher des Netzbetreibers Tennet, betonte auf BR-Anfrage, dass sich die Antragskonferenzen, wie die ursprünglich für heute (21.04.20) angesetzte Veranstaltung in Regenstauf (Lkr. Regensburg), ohnehin nachgeholt würden. Lieberknecht sprach daher von einer Verlängerung des Beteiligungsverfahrens – und nicht von einer Einschränkung. Er behauptete zudem, dass durch Online- und Telefon-Ersatzlösungen die Beteiligung eher höher als niedriger sei.