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Südostlink: Hofer Landrat kritisiert Bundesnetzagentur | BR24

© picture alliance/Bodo Schackow

Mit Kritik hat der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU) auf den festgelegten Trassenverlauf für die Gleichstromtrasse Südostlink reagiert.

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Südostlink: Hofer Landrat kritisiert Bundesnetzagentur

Mit Kritik hat der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU) auf den Trassenverlauf für die Gleichstromtrasse Südostlink reagiert.

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Mit Kritik reagiert der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU) auf den beschlossenen Verlauf der umstrittenen Gleichstrom-Trasse Südostlink. Diesen hatte die Bundesnetzagentur am Mittwoch (18.12.19) für den Abschnitt von Hof nach Schwandorf festgelegt.

Nicht alle Möglichkeiten für eine Bündelung ausgenutzt

Oliver Bär sagte im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk, es seien nicht alle Möglichkeiten für eine Bündelung der Stromkabel ausgenutzt worden. Das sei umso verwunderlicher, nachdem Netzbetreiber Tennet am 3. Dezember verkündet habe, dass nun doch die seit langem geforderte neue 525 kV-Technik verwendet werden sollte. Diese Entscheidung des Netzbetreibers Tennet sei offenbar zu spät gefallen und die Auswirkungen dessen seien nicht mehr berücksichtigt worden.

„Diese 525 kV-Technik würde dafür sorgen, dass weniger Leitungsstränge benötigt werden, und damit weniger Grund und Boden in Anspruch genommen werden müsste und andere Trassen möglich wären." Der Hofer Landrat Oliver Bär
© BR

Der Trassenverlauf zwischen Hof und Schwandorf

Nur zehn Kilometer lang verläuft die Trasse entlang der Autobahn

Bär hatte mit zahlreichen anderen Politikern aus der Region und auch Landwirten und Anwohnern seit Jahren gefordert, dass die Stromkabel für den Südost-Link nicht quer über Felder und Wiesen verlegt werden sollen, sondern vorzugsweise entlang der bestehenden Autobahnen. Laut Bundesnetzagentur sei das unter anderem wegen Siedlungs- und Gewerbegebieten nahe der Autobahnen nicht möglich. Lediglich auf einem kleinen Teil im Landkreis Hof bei Gattendorf kann nach Ansicht der Bundesnetzagentur der Südostlink mit der A93 gebündelt werden – das sind allerdings nur zehn der insgesamt 137 Kilometer zwischen Hof und Schwandorf.

Klagen werden erwartet

Nachdem die Bundesnetzagentur nun den Trassenverlauf festgelegt hat, kann das offizielle Planfeststellungsverfahren für die Stromtrasse eröffnet werden. Es wird erwartet, dass betroffene Landkreise dagegen klagen.

"Als Unternehmensstandort wollen wir natürlich, dass die Energieversorgung gewährleistet wird. Aber wir wollen, dass es richtig gemacht wird. Und wir sind der festen Überzeugung, dass eine Bündelung mit bestehenden Trassen schneller, kostengünstiger und versorgungssicherer fürs ganze Land sein könnte." Oliver Bär, Landrat von Hof