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Südostlink: Entscheidung über Verlauf stößt auf Ablehnung | BR24

© BR/Margit Ringer

Nachdem die Bundesnetzagentur den groben Verlauf des Südostlinks verbindlich festgelegt hat, wird die Entscheidung in der nördlichen Oberpfalz abgelehnt. CSU-Kommunalpolitiker forderten eine Bündelung der geplanten Gleichstromtrasse mit der A93.

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Südostlink: Entscheidung über Verlauf stößt auf Ablehnung

Nachdem die Bundesnetzagentur den groben Verlauf des Südostlinks verbindlich festgelegt hat, wird die Entscheidung in der nördlichen Oberpfalz abgelehnt. CSU-Kommunalpolitiker forderten eine Bündelung der geplanten Gleichstromtrasse mit der A93.

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Die Bundesnetzagentur hat am Mittwoch den Korridor für die geplante Gleichstromtrasse von Hof nach Schwandorf festgelegt. Bis zuletzt forderten die Kommunalpolitiker eine intensive Prüfung des Grünstreifens an der Autobahn.

Kritik an Energieminister Aiwanger

Der Weidener CSU-Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht wirft Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor, nicht noch einmal bei der Bundesnetzagentur auf diese Prüfung gedrängt zu haben - so habe es Aiwanger den Kommunalpolitikern versprochen. Stattdessen berufe sich die Bundesnetzagentur jetzt auf eine "grobe oberflächliche Betrachtung" eines 1.000 Meter breiten Streifens links und rechts der Autobahn. Die Politiker aber hatten den direkten Grünstreifen an der Fahrbahn im Blick.

Die Gegner vom Aktionsbündnis gegen die Südosttrasse lehnen nach wie vor das ganze Großprojekt ab und stellen die Notwendigkeit der Gleichstromtrasse infrage. Außerdem gäbe es zu wenig wissenschaftliche Erkenntnisse, was die Erdverkabelung mit den Bodenkulturen anrichte.

Verhandlungen mit Grundstücksbesitzern

Der 1.000 Meter breite Korridor steht nun verbindlich fest - jetzt geht es um die konkreten Grundstücke, in denen die Erdkabel verlegt werden sollen. Die Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern finden bis zum Frühjahr statt.

Für den Bau wird die Schneise rund 40 Meter breit sein. Zudem soll dauerhaft alle ein bis eineinhalb Kilometer ein sogenanntes Muffenhäuschen stehen für die Wartung. Der Bau des Südostlinks soll 2022 starten, im Jahr 2025 soll die Stromtrasse in Betrieb gehen. Dann soll Strom in einer 450 Kilometer langen Leitung aus Sachsen-Anhalt zum Atomkraftwerk Isar bei Landshut transportiert werden. Dabei würde die Trasse auf einer Länge von rund 200 Kilometern durch die gesamte Oberpfalz und das westliche Niederbayern führen.

© BR

Der Trassenverlauf zwischen Hof und Schwandorf