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Südostlink: Bundesnetzagentur hält Verlegung für denkbar | BR24

© picture alliance/dpa/Martin Gerten

Symbolbild: Erdkabel

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    Südostlink: Bundesnetzagentur hält Verlegung für denkbar

    In Ostbayern wird wieder intensiv über Pläne des Netzbetreibers Tennet zur Route der Gleichstromtrasse Südostlink diskutiert. Ein oft genannter Alternativ-Vorschlag ist die Verlegung der Kabel an der A93. Die Bundesnetzagentur hält das für denkbar.

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    Die Bundesnetzagentur will prüfen, ob die umstrittene Stromtrasse Südostlink entlang der A93 verlegt werden kann - vorausgesetzt, das Bundesverkehrsministerium lockert die gesetzlichen Vorgaben. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundesnetzagentur dem Bayerischen Rundfunk.

    Bislang nicht zulässig

    Die Kommunalpolitik in der nördlichen Oberpfalz fordert diese Variante seit Langem. Sie schied laut Bundesnetzagentur bisher aber aus, da solche Einbauten im sogenannten Schutzstreifen entlang von Autobahnen nicht zulässig seien. Sollten diese Vorgaben gelockert werden, werde man prüfen, ob die Erdkabel des Südostlink entlang der A93 verlegt werden können.

    Verlegung an der Autobahn technisch möglich

    Autobahneinfahrten und -ausfahrten zu untergraben, sei technisch kein großes Problem, so die Behördensprecherin, man mache das ja auch bei Flüssen. Schwieriger seien zum Beispiel Autobahnbrücken oder Stellen, an denen es keinen Schutzstreifen gebe. Auch finanzielle Aspekte würden bei der Prüfung eine Rolle spielen. Und: Beim Verlegen von Erdkabeln gilt, dass die Baustellenschneise größer ist als der eigentliche Graben, in dem die Leitung liegt.

    Politiker favorisieren A93-Variante

    Der Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht aus dem Wahlkreis Weiden kündigte an, sich bei Bundesverkehrsminister und CSU-Parteikollege Andreas Scheuer für die Autobahn-Lösung einzusetzen. Andreas Meier, der Landrat von Neustadt an der Waldnaab, verweist auf Stromtrassen in Belgien, die an Autobahnen und ICE-Strecken verlegt worden seien - samt einer Untertunnelung von Autobahnkreuzen. In Belgien sei anscheinend alles möglich, während man hier meine, sich durch die Natur pflügen zu müssen, so Meier.

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    Autor
    • Marcel Kehrer
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