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Südostlink bekommt leistungsstärkere Leitung | BR24

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Die geplante Stromtrasse durch Ostbayern soll mit moderner 525kV-Technik ausgestattet werden. Damit lässt sich laut Tennet mehr Strom transportieren und weniger Kabel sind nötig. Trassen-Gegner sehen die Ankündigung kritisch.

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Südostlink bekommt leistungsstärkere Leitung

Die geplante Stromtrasse durch Ostbayern soll mit moderner 525kV-Technik ausgestattet werden. Damit lässt sich dem Betreiber Tennet zufolge mehr Strom transportieren und es werden weniger Kabel benötigt. Trassen-Gegner sehen die Ankündigung kritisch.

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Bei der Stromtrasse Südostlink kommt die moderne 525kV-Technik zum Einsatz. Darauf haben sich die Betreiber der Gleichstromtrassen Tennet, Amprion, 50Hertz und TransnetBW geeinigt, wie eine Tennet-Sprecherin mitteilte.

Betreiber: Mehr Leistung und umweltschonender

Die Netzbetreiber hoffen durch ihre Entscheidung auf mehr Akzeptanz für die umstrittenen Gleichstromtrassen in der Bevölkerung. Bislang kamen 320kV-Systeme zum Einsatz. Mit den höheren Spannungsebenen könnten die Kabel mehr Leistung übertragen, so die Tennet-Sprecherin. Damit lasse sich mehr Strom transportieren und es würden auch weniger Kabel benötigt, um die gleiche Leistung zu transportieren. Somit könnten sich auch die Tiefbauarbeiten verringern, was die Eingriffe in die Umwelt deutlich reduziere, heißt es auch in einer Pressemitteilung des Netzbetreibers.

Trassen-Gegner sehen keine Verbesserung für Umwelt

Die Gegner der Stromtrasse sehen das anders. Die Zerstörung der Umwelt bleibe auf der gleichen Fläche, so der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen die Südost-Trasse, Josef Langgärtner. Faktisch entspreche die Festlegung auf die 525kV-Technik einer Aufstockung der Kapazität. Auch die Anordnung und Größe der Muffenhäuschen bleibe weiter im Unklaren. Sie sollen an den Verbindungsstücken alle 1.000 oder 1.500 Meter entlang der Erdkabel für eventuelle Wartungsarbeiten errichtet werden. Die Kabel für die Erdverkabelung sind kunststoffisoliert und kommen weltweit zum ersten Mal zum Einsatz, so Tennet. Die Technik wurde in Laboren in Mannheim und Schweden getestet.

Kabelkorridor wird festgelegt

Derzeit befindet sich der Abschnitt C des Südostlinks von Hof bis Schwandorf in der sogenannten Bundesfachplanung. Sie soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dann steht ein 1.000 Meter breiter Korridor fest, innerhalb dem die Erdkabel verlegt werden. Für die Bauphase rechnet die Bundesnetzagentur mit einer Breite von 40 Metern.