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Neue Lawine bei Reutte befürchtet: Vermisstensuche schwierig | BR24

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Eine Lawine hatte gestern mehrere Skitourengeher in den Ammergauer Alpen verschüttet. Für die Retter ist die Lawinengefahr ebenfalls hoch. Mit Hubschraubern und Hundestaffeln suchen die Retter nach dem letzten Vermissten.

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Neue Lawine bei Reutte befürchtet: Vermisstensuche schwierig

Eine Lawine hatte gestern mehrere Skitourengeher in den Ammergauer Alpen verschüttet. Für die Retter ist die Lawinengefahr ebenfalls hoch. Aktuell prüfen Experten, ob eine Bergungsaktion womöglich eine weitere Lawine verursachen könnte.

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Es ist eine "sensible Entscheidung": Wann können die Rettungskräfte die Suche nach dem letzten Vermissten fortsetzen, ohne selbst in Gefahr zu geraten oder womöglich sogar eine neue Lawine auszulösen? Momentan ist der Bereich um den Lawinenhang laut Polizei so gefährlich, dass lediglich zwei Spezialisten dorthin unterwegs sind. Mit einem Hubschrauber werden ein Polizeibergführer der alpinen Einsatzgruppe und ein Retter der Bergwacht zum Hang geflogen und abgeseilt. Sie sollen Schneeproben nehmen, anhand derer dann entschieden wird, wann und wie die Suche fortgesetzt werden kann.

43-Jähriger aus Cham vermisst

Ein 43-jähriger Skitourengeher aus Cham wird noch immer vermisst. Die Suche nach ihm musste gestern Abend eingestellt werden, weil der Lawinenbereich selbst für die Helfer zu gefährlich ist. Denn die Gefahr für weitere sogenannte Gleitschneelawinen ist nach wie vor groß. Die Lawinenwarndienste warnen sowohl auf der österreichischen als auch auf der deutschen Seite davor, dass der nasse Schnee auf dem nassen und glatten Boden abgleiten könnte.

Lawine war 300 Meter breit

Gestern Nachmittag war die rund 300 Meter breite Lawine abgegangen und hatte mehrere Menschen verschüttet. Drei von ihnen konnten unverletzt geborgen werden, ein 37-Jähriger aus Garmisch-Patenkirchen wurde schwer verletzt gerettet. Für einen 42-Jährigen kam jede Hilfe zu spät, er konnte nur noch tot geborgen werden.

Ersthelfer kamen per Hubschrauber

Besonders hinderlich war für die Retter, dass der Zugang zum Lawinenhang über den Plansee vergangene Woche von einer Lawine verschüttet worden war. So musste ein Hubschrauber die Ersthelfer zur Stelle des Unglücks bringen. Aktuell ermitteln die Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe des bayerischen Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, was die Ursache für den Lawinenabgang war.