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Suche nach Atommüll-Endlager: Bayerische Standorte weiter dabei? | BR24

© dpa-Bildfunk / Sebastian Kahnert

Die Suche nach einem Atommüllendlager kommt voran. Heute veröffentlicht die Bundesgesellschaft für Endlagerung eine Regionen-Liste, wo weiter nach Standorten gesucht wird. Das Fichtelgebirge und der Bayerische Wald sind wahrscheinlich dabei.

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Suche nach Atommüll-Endlager: Bayerische Standorte weiter dabei?

Die Suche nach einem Atommüllendlager kommt voran. Heute veröffentlicht die Bundesgesellschaft für Endlagerung eine Regionen-Liste, wo weiter nach Standorten gesucht wird. Das Fichtelgebirge und der Bayerische Wald sind wahrscheinlich dabei.

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Wo in Deutschland wird weiter nach einem Atommüllendlager gesucht? Die Bundesgesellschaft für Endlagerung will am Montagvormittag eine Liste der Regionen veröffentlichen, die für ein mögliches Endlager weiter in Frage kommen.

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Es ist eine schwierige Suche - die Suche nach einem geeigneten Ort für ein Atommüllendlager. Welche geologischen Bedingungen müssen vorliegen? Welche Gesteinsarten? Was spricht gegen ein Gebiet? #fragBR24

Bayerische Regionen wohl dabei

Dass auch bayerische Regionen bei der weiteren Endlagersuche dabei sein werden, gilt als wahrscheinlich. Denn bei diesem ersten Schritt im auf viele Jahre angelegten Suchprozess sollen erst einmal nur die Regionen ausgeschieden werden, die offensichtlich ungeeignet sind. Übrig bleiben sollen bis zu 100 Gebiete, für die dann noch weitere geologische Informationen gesammelt werden.

Granit in Ostbayern und nördlich der Donau

Die ostbayerischen Granitformationen vom Bayerischen Wald bis ins Fichtelgebirge werden nach Einschätzung von Geologen in diesem Schritt wohl noch nicht ausscheiden - obwohl sie als zu zerklüftet gelten, um ein Endlager wirksam vor dem Eindringen von Grundwasser zu schützen. Die Suche nach einem Endlager im Granit muss sich auch nicht zwingend auf die Gebirge im Osten Bayerns beschränken. In großer Tiefe kommt Granit in weiten Teilen Bayerns nördlich der Donau vor – theoretisch könnten also auch noch weitere, große Bereiche des Freistaats bei der Endlagersuche im Visier bleiben. Allerdings sind diese verborgenen Granitvorkommen geologisch bisher kaum erforscht.

Sichere Lagerung für eine Million Jahre

Ob Deutschland allerdings tatsächlich ein Endlagerkonzept in Erwägung zieht, dass auf den Schutz durch technische Barrieren vertraut anstatt auf das Gestein selbst, ist bisher offen. Immerhin soll der Atommüll eine Million Jahre sicher verwahrt bleiben, diese Anforderung ist festgeschrieben. Viele Geologen erwarten deshalb, dass die bayerischen Standorte in der mehrstufigen Endlagersuche früher oder später ausscheiden. Die bayerische Staatsregierung allerdings hat sich schon in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt: Nach ihrer Überzeugung kann es kein geeignetes Atommüllendlager im Freistaat geben.

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