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Suche abgebrochen: 20 Rinder in Miltenberg weiterhin flüchtig | BR24

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Die Polizei hat die Suche nach entlaufenen Rindern in Miltenberg beendet. Die Tiere sind bei einem Heuballen-Brand ausgebüxt. Nur fünf Rinder konnten bisher wieder eingefangen werden – 20 sind immer noch verschwunden.

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Suche abgebrochen: 20 Rinder in Miltenberg weiterhin flüchtig

Die Polizei hat die Suche nach den entlaufenen Jungrindern in Miltenberg abgebrochen. Die Tiere waren bei einem Heuballen-Brand in der Nacht ausgebüxt. Nur fünf Rinder konnten bisher wieder eingefangen werden – 20 sind immer noch auf der Flucht.

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Mithilfe eines Hubschraubers haben rund 15 Einsatzkräfte von Polizei, Hundestaffel und Feuerwehr gemeinsam mit dem Landwirt nach 25 Jungrindern gesucht. Die Tiere waren in der Nacht bei einem Heuballen-Brand in Miltenberg ausgebüxt. Bisher konnten nur fünf von 25 wieder eingefangen werden. 20 befinden sich also noch auf der Flucht. Die Polizei hat die gezielte Suche nun abgebrochen.

Einfang-Aktion war schwieriger als gedacht

"Wir mussten die Suche jetzt leider abbrechen, weil wir nicht genau wissen, wo sich die Tiere gerade versteckt haben", erklärt ein beteiligter Polizist. Die Einfang-Aktion habe sich als deutlich schwieriger erwiesen, als gedacht. Weil der eingesetzte Polizeihubschrauber die Tiere mittlerweile nicht mehr sichten kann, vermuten die Beamten, dass sich die Rinder in den Wald zurückgezogen haben.

Keine weitere Suchaktion geplant

Morgen wird es nicht erneut eine solch groß angelegte Suchaktion geben, heißt es von der Polizei: "Wir verlassen uns jetzt auf die Bevölkerung, dass die uns melden, wenn sie im Wald oder anderswo ein Jungrind herumstehen sehen." Schon seit dem Vormittag hatte die Polizei um Mithilfe gebeten. Zeugenhinweise können der Polizei Miltenberg nach wie vor über die Telefonnummer 09371/9450 weitergegeben werden.

Polizei hat einen Plan für den Notfall

Eine Art Notfall-Plan gibt es aber laut Polizei trotzdem. Es komme immer mal wieder vor, dass Tiere aus ihren Ställen entwischen und gerade Rinder teils tagelang in "freier Wildbahn" unterwegs seien. Dennoch sei für alle Fälle ein Betäubungsgewehrschütze alarmiert. Falls ein Tier beispielsweise auf eine umliegende Bundesstraße laufen sollte und so zur Gefahr werde, müsse auf jeden Fall eingegriffen werden. Ziel sei und bleibe es aber immer, die Tiere wohlbehalten zum Landwirt zurück zu bringen.

Lassos und mobile Gatter fehlten der Polizei

Nachdem in Miltenberg rund 500 Heu- und Strohballen in Brand geraten waren, waren die verängstigten Tiere aus ihrer Unterbringung ausgebüxt. Nachts konnten die Einsatzkräfte die Jungrinder zwar zunächst vor Ort sammeln. Weil aber laut Polizei die nötige Ausrüstung wie Lassos oder mobile Gatter fehlten, entkamen die aufgeregten Tiere. Wenige Kilometer vom Brandort entfernt, bei Weilbach im Landkreis Miltenberg, wurden noch in der Nacht drei Tiere eingefangen – zwei weitere im Lauf der fortgeführten Suche am Tag.

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