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Weil sie sich in einem Biberloch am Wöhrder See verletzt hatte, wollte eine Frau gegen die Stadt Nürnberg klagen.

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    Sturz in ein Biberloch beschäftigt Nürnberger Oberlandesgericht

    Eine Frau in Nürnberg ist beim Gassigehen in ein Biberloch getreten und hat sich dabei verletzt. Sie wollte deshalb die Stadt Nürnberg verklagen und beantragte Prozesskostenhilfe. Die wurde nun auch vom Oberlandesgericht Nürnberg abgelehnt.

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    Von
    • Nicolas Eberlein

    Das Oberlandesgericht Nürnberg hat einen Beschluss des Landgerichts Nürnberg-Fürth bestätigt, wonach die Stadt Nürnberg nicht für einen Unfall haften muss, der durch ein von einem Biber gegrabenes Loch entstanden war. Eine Frau hatte Prozesskostenhilfe für eine Klage gegen die Stadt beantragt, heißt es in einer Mitteilung. Dies wurde nun in beiden Instanzen abgelehnt.

    Frau sieht Stadt in Verantwortung und will Schmerzensgeld

    Die Frau forderte 5.500 Euro Schmerzensgeld. Sie sei beim Gassigehen mit ihrem Hund auf der Wöhrder Wiese in Nürnberg in ein von einem Biber gegrabenes Erdloch gestürzt. Dabei habe sich die Frau verletzt. Nach Meinung der Frau habe die Stadt keine notwendigen Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Absicherungsmaßnahmen, getroffen, weshalb die Stadt die Schuld für den Unfall trage.

    Biberrevier ausreichend gekennzeichnet – Antrag abgelehnt

    Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte den Antrag auf Prozesskostenhilfe bereits im Januar abgelehnt. Die Klage habe kaum Aussicht auf Erfolg, heißt es in der Begründung des Gerichts. Schließlich habe die Stadt ausreichend Sicherheitsvorkehrungen getroffen, da der Bereich als "Biberrevier" ausgeschildert sei.

    Betreten der Natur auf eigene Gefahr

    Das Oberlandesgericht Nürnberg hat diesen Beschluss nun bestätigt. Es handle sich laut Beschluss um freie Landschaft, deren Betreten auf eigene Gefahr erfolge. Zudem sei es allgemein bekannt, dass es im Flussbereich an der Wöhrder Wiese eine Biberpopulation gebe, dort seien Biberlöcher nicht unüblich. Dem Gericht zufolge weisen genug Schilder darauf hin, auch Fraßschäden an Bäumen seien zu sehen.

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