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Sturmtief erreicht Bayern: Schäden und Zugausfälle | BR24

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© Ralf Hettler

Feuerwehrleute zersägen Baum auf Gleis in Aschaffenburg

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Sturmtief erreicht Bayern: Schäden und Zugausfälle

Das Sturmtief "Bennet" macht sich zunehmend im Freistaat bemerkbar: Vom bayerischen Untermain melden die Behörden schon gravierende Schäden. Laut Deutscher Bahn sind mehrere Bahnstrecken in Bayern gesperrt.

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Sturmschäden in Mömbris (Kreis Aschaffenburg)

Seit dem Vormittag zieht ein Unwetter mit Regen und orkanartigen Sturmböen über den Landkreis Aschaffenburg. Nach Angaben der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg entwurzelte der starke Wind mehrere Bäume und beschädigte Hausdächer. Hauptsächlich betroffen seien bisher Alzenau, Mömbris, Kahl, Kleinostheim, Karlstein, Schöllkrippen und Mainaschaff. 225 Einsatzkräfte rückten den Angaben zufolge aus. Am Untermain seien schon mehr als 70 Einsatzstellen gemeldet worden, hieß es.

Auch durch Mittelfranken fegte das Sturmtief "Bennet". In Illesheim im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim wurde laut dem BR-Wetterexperten kurz nach 10 Uhr bei den orkanartigen Sturmböen eine Geschwindigkeit von 104km/h gemessen. Am Ochsenkopf in Oberfranken bleiben wegen des Sturms aus Sicherheitsgründe einige Lifte geschlossen. Die Rodelbahn "Alpine Coaster" in Bischofsgrün ist heute nicht geöffnet.

Auch die Münchner Feuerwehr meldet erste unwetterbedingte Einsätze im Stadtgebiet. In den kommenden Stunden sei weiter mit heftigen Sturmböen zu rechnen.

Augsburg: Faschingstreiben auf Rathausplatz eingestellt

Die Stadt hat das Faschingstreiben auf dem Augsburger Rathausplatz aufgrund einer Unwetterwarnung für heute eingestellt. Fahrgeschäfte und Buden sind laut einer Mitteilung aus dem Rathaus ab sofort geschlossen, das Bühnenprogramm mit Auftritten der Faschingsgesellschaften wurde abgesagt. Das Dach der Bühne müsse heruntergefahren werden, um die Windlast zu verringern. Laut Mitteilung der Stadt sagt der Deutsche Wetterdienst für den weiteren Tagesverlauf Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h voraus.

Behinderungen bei der Bahn durch Sturm

Die Bahn meldete auch aus Bayern erste Streckensperrungen wegen des Sturms. So war am Mittag die Strecke Aschaffenburg-Hanau zwischen Kahl und Dettingen wegen eines Baums auf den Schienen gesperrt. Nun läuft der Betrieb eingleisig. Auf der Strecke Nürnberg-Bamberg konnten zwischen Vach und Fürth wegen Gegenständen in der Oberleitung keine Züge fahren. Ein Bahn-Sprecher sagte dem BR, es sei davon auszugehen, dass die Sperrungen auf den Sturm zurückzuführen sind. Auch die Strecke zwischen Schliersee und Bayrischzell musste für etwa eine halbe Stunde gesperrt werden. Ein Baum sei auf die Schienen gefallen.

Auch aus anderen Teilen Deutschlands meldete die Bahn Einschränkungen durch das Sturmtief Bennet, unter anderem aus Niedersachsen und Hessen. Eine aktuelle Auflistung veröffentlichte die Bahn im Internet. Nach den aktuellen Wettervorhersagen des Deutschen Wetterdienstes rechnet die Bahn damit, "dass die Wettereinflüsse bis 22.00 Uhr andauern", hieß es.

Baum stürzt auf Auto - 37-Jähriger tot

Der Sturm richtete am Vormittag unter anderem in Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen Schäden an. Im münsterländischen Ochtrup tötete ein umstürzender Baum einen 37 Jahre alten Autofahrer. Der Mann war auf einer Landstraße unterwegs, als der Baum umfiel und das Fahrzeug traf. "Der Verdacht liegt nahe, dass das mit dem Sturm zusammenhängt", sagte ein Sprecher der Kreispolizei Steinfurt. Der Mann aus Ochtrup saß allein im Auto.

Mehrere Faschingsumzüge starteten wegen des Sturms verspätet oder wurden ganz abgesagt.

BR-Wetterexperte mahnt zur Vorsicht

Der BR-Wetterexperte Michael Sachweh mahnte wegen des Sturmtiefs zur Vorsicht. Es werde im Lauf des Tages stürmisch auffrischende Winde bringen. Diese könnten auf den Bergen auch Orkanstärke erreichen.

Im Flachland seien in freien Lagen immerhin Windstärken von mehr als 90 km/h möglich. Hauptsächlich betroffen seien das westliche Bayern und das Alpenvorland. Am Rosenmontag böten gerade Umzugswagen und Tribünen viele Angriffsflächen für den Wind. Im Einzelfall könne eine starke Hebelwirkung entstehen.